Gesellschaft

Lebenslanges Lernen - lieber nicht! Oder doch?

Seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts hielt der Begriff Lebenslanges Lernen (LLL) (education permanente, lifelong learning) Einzug in bildungspolitische Beschlüsse und Dokumente sowohl internationaler Organisationen (UNESCO, EG/EU) als auch in die bundesdeutsche Bildungsdebatte. Spätestens seit den 90er Jahren wird der Begriff dann zum zentralen modus operandi in heterogenen Konzepten der Bildungsreform.

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"Marokko ist zum Scheitern verurteilt"

Gespräch mit Claude Mangin-Asfari
in (06.01.2019)
Claude Mangin-Asfari ist eine unermüdliche Aktivistin für das Selbstbestimmungsrecht der Sahrauis und die Freilassung ihrer politischen Gefangenen aus marokkanischer Haft. Unter ihnen befindet sich ihr Mann Naâma Asfari, einer der Wortführer der Proteste von Gdeim Izik im Herbst 2010, von denen der Philosoph Noam Chomsky urteilte, dass sie es gewesen seien, mit denen der "arabische Frühling" begonnen habe – vor Tunesien und Ägypten. Nachdem Claude Mangin-Asfari im April in ihrer Heimatgemeinde Ivry-sur-Seine in einen wochenlangen Hungerstreik getreten war, um das Recht zu erkämpfen, wieder nach Marokko einreisen zu dürfen, das ihr seit 2016 von dem Königreich verwehrt wird, besuchte sie im September Deutschland, unter anderem um auf dem Afrika-Filmfestival in Köln die Dokumentation "Dis leur que j'existe – Sag ihnen, dass es mich gibt" vorzustellen. Bei dieser Gelegenheit entstand das folgende Interview.
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Themenschwerpunkteditorial iz3w 370 (Januar/Februar 2019)

Gefängnisse und Strafsysteme

In Deutschland leben etwa 63.000 Menschen hinter Gittern. Das entspricht der Bevölkerung einer mittelgroßen Stadt – deren Zusammensetzung allerdings einen außergewöhnlich hohen »Ausländeranteil« hat. Die NGO Prison Insider schätzt die globale Gefängnisbevölkerung auf 10.350.000 Menschen. Obwohl es so viele sind, spricht kaum jemand von ihnen. Die Gesellschaften sind erleichtert, dass man Probleme im Gefängnis scheinbar wegschließen kann.

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Wir haben einen Wunsch

Hefteditorial iz3w 370 (Januar/Februar 2019)

2018 war für das iz3w-Team ein außergewöhnlich spannendes Jahr. Zum 50. Geburtstag stellten wir rund dreißig Veranstaltungen auf die Beine. Zu den vielen Highlights zählen die Geburtsgala im April, bei der wir vielen ehemals Aktiven begegnen konnten, und das Open Air Festival im Juni, bei dem drei tolle Bands das zahlreich erschienene Publikum begeisterten. Doch auch die politischen Vorträge, Diskussionsrunden, Lesungen, Filmgespräche und Workshops waren fast ausnahmslos gut besucht.

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Im zehnten Jahrzehnt

Noam Chomsky, der bekannteste Anarchist der Gegenwart, wird am 7. Dezember 90 Jahre alt

Frankfurter Rundschau: Sie bezeichnen sich als Anarchist. Wie hilft die Anarchie da weiter?

Noam Chomsky: Anarchismus ist ein breiter Begriff. Es besitzt einen Kern von Grundsätzen mit zeitlosen Werten, die Menschen zum Handeln anleiten sollen. Diese Grundsätze wurden in der Aufklärung reformuliert, wo sie ihre Blütezeit erlebten. Im Grunde haben sie aber tiefer liegende Wurzeln.

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