Bildung & Wissenschaft
Erfundene Überlegenheit
Entstehung und Wandel der rassistischen Ideologie
Nicht nur koloniales Erbe
Rassismus gegen Schwarze in Marokko
Paul Wulf bleibt. Punkt.
Ein Lehrstück in Sachen Erinnerungskultur
Paul Wulf wurde von den Nazis verfolgt und zwangssterilisiert – ein Erlebnis, das ihn zum engagierten antifaschistischen Aufklärer machte. Dieses Vermächtnis führte nach seinem Tod der Freundeskreis Paul Wulf fort, oftmals gegen den Widerstand reaktionärer Kreise. Bernd Drücke schildert in seinem Beitrag für die GWR den Kampf für das Projekt „Münsters Geschichte von unten“ und die Umbenennung des Jöttenwegs. (GWR-Red.)
Die vielen Leben der Graswurzelrevolution
Ein kommunikationswissenschaftlicher, aber nicht nur wissenschaftlicher Beitrag zum 50. Geburtstag
Seit ihrer Gründung vor 50 Jahren ist die Graswurzelrevolution (GWR) ein zentrales Medium der gewaltfrei-anarchistischen Szene
und vieler befreundeter Bewegungen. In seinem Beitrag zum Jubiläum betrachtet der Kommunikationswissenschaftler Armin Scholl die GWR, ihre Rolle in der Zeitungslandschaft und ihre diversen Funktionen für Aktivist*innen und den Diskurs. (GWR-Red.)
Kindergerecht oder kapitalgetrieben?
Krisenmanagement im Corona-Kapitalismus
Seit Beginn der Corona-Pandemie stehen Schulen und Kindereinrichtungen immer wieder im Fokus der öffentlichen Debatte: Mal wurden Schulen über längere Zeit geschlossen, mal blieben sie trotz rasant steigender Infektionszahlen offen. Mit den Konsequenzen der Pandemie und des Krisenmanagements für Kinder und Jugendliche setzt sich der Beitrag von Michael Klundt auseinander. Dabei werden Implikationen erörtert, Ursachen und Anlässe unterschieden sowie Alternativen skizziert.
Strolling down the Class Avenue
Mit Badiou an den Intersektionen zur Hauptstraße
Der folgende Beitrag von Mai-Anh Boger besteht aus sechs Straßen-Notizen, die jeweils mit einer (kritischen) Rückfrage an den Diskurs um Klassismus einhergehen. Den durch den Entstehungskontext bedingten Skizzencharakter hat die Autorin beibehalten.
Wir kehren hier am Prado in Marseille an sechs Kreuzungspunkten ein und fragen mit drei Texten von Alain Badiou im Gepäck nach Klassenverhältnissen
1) in einer Jazz-Kneipe
2) am höchsten Punkt, von dem aus man die alle Milieus verschlingende und verbindende Hauptstraße überblickt
Das ordnungslose Rauschen des Klassismus
Sondierungen einer polarisierenden Debatte
Der Klassismusbegriff hat Hochkonjunktur und unterliegt kontroversen Auseinandersetzungen. In die Nähe identitätspolitischer Forderungen gestellt, wird ihm vielfältige Kritik zuteil, die jedoch die produktiven Aspekte seiner kritischen Stoßrichtung häufig unterbelichtet lässt. Susanne Pawlewicz führt die zentralen Kritikpunkte zusammen und legt die Potenziale des Klassismuskonzepts als möglichem Ausgangspunkt von Herrschaftskritik frei.1
Freaks, Anarchisten und Riot Grrrls
Comics als Medium sozialer Bewegungen
In seinem Beitrag gibt Maurice Schuhmann eine Übersicht über verschiedene Comicwelten. Außer auf Underground-Comix der 1960er sowie auf Raubkopien und Parodien bekannter Serien wirft er insbesondere einen Blick auf Themen, die aus sozialen Bewegungen kommen und zumindest ansatzweise in Mainstream-Comics Eingang gefunden haben. (GWR-Red.)


