Monatliches Archiv

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Wer vom Patriarchat nicht reden will …

Editorial zum Themenschwerpunkt iz3w 387 (November/Dezember 2021)
Sich mit Männlichkeit auseinanderzusetzen führt unweigerlich zu Diskussionen, häufig unschönen. Wieso ist das so? Geschlechterverhältnisse sind wirkmächtig und betreffen alle. Ihr Geschlecht tragen alle mit sich herum, ganz gleich wie man sich dazu verhält. So ist das Patriarchat als Herrschaftsverhältnis uns allen im wahren Sinn in den Körper eingeschrieben. Der Mann und seine Männlichkeit stehen in diesem Verhältnis auf der profitierenden Seite – was nicht heißt, dass Männer nicht auch unter dem Patriarchat leiden. Dies macht es nicht unbedingt einfacher, das Herrschaftsverhältnis und die Verteilung von Macht darin anzuerkennen.
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Die Nummernschildernummer

Hefteditorial iz3w 387 (November/Dezember 2021)
Serbische Kampfjets brausen über das kosovarische Grenzgebiet und Panzer rollen. Auf der anderen Seite der Grenze patrouillieren kosovarische Sonderpolizeieinheiten mit schweren Waffen. Es ist eine weitere Eskalationsstufe in einem bizarren Streit um die gegenseitige Anerkennung von Kfz-Kennzeichen. Der latente Konflikt zwischen Serbien und dem Kosovo spitzte sich in diesem Herbst gefährlich zu.
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Die biographischen Daten des Otto Prokop

Otto Prokop, Gerichtsmediziner mit Weltruhm. Sein Geburtstag jährt sich am 29. September zum 100. Male. Geboren 1921 im österreichischen St. Pölten, nahm er nach einer Tätigkeit als Privatdozent in Bonn 1956 den Ruf der Berliner Humboldt-Universität (HUB) an, deren Institut für Gerichtliche Medizin an der Charité er dann ab 1957 bis zu seiner Emeritierung 1987 leitete.

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Theo Müller redet Klartext

Erinnern Sie sich noch an Hilmar Kopper, „Peanuts-Kopper“? Der damalige Sprecher der Deutschen Bank hatte die 50 Millionen DM, die der Immobilien-Pleitier Jürgen Schneider Anfang der neunziger Jahre vielen Handwerkern schuldig blieb, „Peanuts“, Kleinigkeiten genannt. Peanuts wurde damals zum Unwort des Jahres erklärt. Für die Zeitung, hinter der sich angeblich immer ein kluger Kopf verbirgt, ließ sich Kopper daraufhin auf Bergen von Erdnüssen abbilden. Wie amüsant.

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Kein Spaß mehr, überhaupt nicht

"Hängt die Grünen“ – natürlich sind keine lebenden Personen gemeint. Wer kommt denn auf so was! Das ist nur eine Aufforderung, grüne Plakate zu hängen. Jedenfalls so lange noch Laternen frei sind. Noch nicht mal klitzekleine Galgen sind darauf zu erkennen. Witzig, witzig! Ich höre förmlich das Schenkelklatschen und das fröhliche Biertischgejohle. Ad exercitium salamandri! Uns kann keiner. Eine Gaudi muss doch wohl noch erlaubt sein!

Ist sie auch. Inzwischen richterlich beglaubigt.

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Die Krise ist eine Wiedergeburt

Der Libanon wird erneut von Krisen gebeutelt: Nachdem der Bankensektor 2019 zusammenbrach, kam es zu massiven Protesten, die den Rücktritt der Regierung erzwangen. Die Corona-Pandemie verstärkte die Probleme und am 4. August 2020 erschütterte eine katastrophale Explosion die Hauptstadt Beirut. Wir sprachen mit dem libanesischen Autor und Kurator Ibrahim Nehme darüber, wie Kunst und Kultur in diesem Umfeld überleben.

 

iz3w: Bevor wir über Krisen sprechen, gibt es so etwas wie die »guten alten Zeiten« in Bezug auf Kunst und Kultur im Libanon?

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Nei und Wai

China in Eigenwahrnehmung und Außensicht

In der gegenwärtigen Berichterstattung über China ist immer wieder die Rede davon, China wolle "seine Narrative" in der Welt durchsetzen und die Berichterstattung über China kontrollieren. Aber was ist eigentlich die chinesische Sicht auf sich selbst? Und wie hat sie sich entwickelt? Umgekehrt hat auch der "Westen" seine China-Narrative, die der europäischen bzw. nordamerikanischen Sicht auf die Welt entstammen. Die Narrative beider Seiten haben ihre Wurzeln weit in der Vergangenheit.

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