Monatliches Archiv

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Atomwaffen stehen nicht alleine

Strukturen nuklearer Gewalt und pazifischer Widerstand

Mit verheerenden Folgen wurden im Pazifik über vier Jahrzehnte durch heutige NATO-Staaten Atomexplosionen durchgeführt. Als sogenannte »Tests« standen sie im Zeichen der Wissenschaft und dienten zugleich der gezielten politischen Darstellung von nuklearer Potenz. Die Folgen stehen in engem Zusammenhang mit sozial-­ökologischen Krisen in der Region, seien es Gesundheitskrisen, der Klimawandel, die Erosion kultureller Integrität, Naturzerstörung oder (post-)koloniale Abhängigkeiten.

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Ein »Ozean des Friedens«?

Die Staaten Ozeaniens zwischen Klimawandel und Geopolitik

Der Klimawandel stellt für die pazifischen Inselstaaten die
größte Gefahr dar. Doch auch wenn sie sich gemeinsam für mehr
Klimaschutz einsetzen, wäre es verkehrt, sie als einen geeinten
Block zu betrachten. Vielmehr ist die Region von großer Vielseitigkeit
geprägt und ringt um regionalen Zusammenhalt. Dieser
wird noch wichtiger, aber auch brüchiger, weil Ozeanien zunehmend
in einen Machtkampf zwischen den USA und China gerät.

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Sudan: Nach 1.000 Tagen eines verheerenden Konflikts

Nach 1.000 Tagen des Kriegs, der am 15. April 2023 ausgebrochen ist, steht Sudan vor einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit: rund 15 Millionen Binnenvertriebene; 3 Millionen Geflüchtete in Nachbarstaaten; etwa 25 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittel angewiesen; etwa 5 Millionen von Hunger bedroht. Die brutalen Kämpfe haben Städte zerstört und die Versorgung stark beeinträchtigt. Darüber hinaus hat der Konflikt zu einer tiefen Spaltung der Zivilgesellschaft geführt. Die Kriegsparteien nutzen Hass­rede, um vor allem junge Menschen zu mobilisieren.

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Ozean am Rande der Welt?

Westliche Kartographien zeigen die Weite Ozeaniens: schier unendliche Nu­ancen des Blau, akzentuiert mit kleinen, teils unsichtbaren Punkten, die Inseln, Inselgruppen und Eilande indizieren. Diese Perspektive als weiter, abgelegener Raum am Rande der Welt prägt das Handeln globaler Großmächte seit jeher. Doch was geschieht, wenn Ozeanien nicht mehr als verstreute Inseln in einem Meer am Ende der Welt, sondern als »Meer der Inseln« begriffen, als ein größeres Ganzes, als ein Kontinent im Wasser erkannt wird?

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Ruth Weiss (1924-2025)

Nachruf
in (04.03.2026)

Am 5. September 2025 verstarb Ruth Weiss, sie wurde 101 Jahre alt. In ihrem langen und bewegten Leben zwischen dem südlichen Afrika und Westeuropa wirkte sie als aufmerksame Beobachterin und kluge politische Kommentatorin der Ereignisse und Umbrüche in ihrer Heimat in Franken, ihrem Exil in Johannesburg, in Salisbury (dem heutigen Harare) und Lusaka. Als Kind der jüdischen Familie Löwenthal in Fürth geboren, floh sie wegen der antisemitischen Verfolgung in der NS-Zeit mit ihrer Mutter und Schwester 1936 nach Südafrika. Dorthin war ihr Vater bereits drei Jahre zuvor emigriert.

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Das Ende der autonomen Selbstverwaltung in Rojava?

„Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor“

Die Demokratische Autonome Verwaltung von Nord- und Ostsyrien (Daanes) steht am Abgrund. Überraschend war, wie schnell es den militärischen Kräften des neuen islamistischen Gewaltregimes in Damaskus gelang, große Teile von Rojava (kurd.: Westkurdistan), dem autonomen Gebiet im Nordosten Syriens, zu besetzen. Die Schlüsselrolle hatten dabei arabische Stämme übernommen, die bis dahin mit der Daanes und deren Selbstverteidigungseinheiten, bekannt unter dem Namen „Syrian Democratic Forces“ (SDF), verbündet waren. 

 

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Wessen Schätze?

Globale Konflikte um genetische Ressourcen

Mithilfe von Biotechnologien wird das genetische Material von Pflanzen und anderen Organismen zunehmend nutzbar gemacht. Vieles davon stammt aus dem Globalen Süden, doch die Gewinne sichern sich meist Konzerne aus dem Globalen Norden. Internationale Abkommen zielen auf eine gerechtere Verteilung ab. Was sind die aktuellen Herausforderungen?

Alle Artikel im Schwerpunkt unter: https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/publikationen/gid/276

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154 Jahre sind genug

Für das Recht auf Abtreibung!
in (24.02.2026)

Der Kampf gegen das Verbot der Abtreibung ist auch ein Kampf um globale soziale Rechte. Die feministische Forderung nach Selbstbestimmung gilt es weiterzuverfolgen.

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