Diplomatie auf dem Kriegspfad

Ein Diplomat wünsche sich, dass die Beziehungen zu seinem Gastland beim Abschied besser seien als zur Zeit seiner Ankunft, vertraute unmittelbar vor seiner Abreise in die Heimat US-Botschafter Jon Huntsman einem Interviewer der russischen Zeitschrift Kommersant an. Er könne „mit Sicherheit sagen, dass es uns gelungen ist, dieses Ziel zu erreichen“, resümierte er überraschend.

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Piefke übt Diktat

Gleich nach der Nationalratswahl in Österreich am 29. September 2019 wusste die Berliner Zeitung zu betonen: „Die vorzeitige Wahl war wegen der in Österreich beispiellosen Regierungskrise vom Mai nötig geworden. Das von Spiegel und Süddeutscher Zeitung veröffentlichte Ibiza-Video von 2017, das den einstigen FPÖ-Chef und Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache anfällig für Korruption erscheinen lässt, löste eine politische Kettenreaktion aus“.

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Vom Osten lernen

„Gelenkt wird die Expansion der Russen nach Deutschland von Marzahn aus“, weiß der Boulevard längst. Der Berliner Kurier titelt düster: „Russen-Supermarkt erobert den Osten. Der Discounter, der aus der Kälte kommt“. Selbst im lieblichen US-Familienbrüller Pets 2 hat das Grauen einen russischen Namen und der teuflische Zirkusbesitzer in der deutschen Synchronisation natürlich einen solchen Akzent. Schrecken ohne Ende, die Russen kommen. Im Osten hat man keine solche Angst.

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Frauen in der Spanischen Revolution

Interview mit Vera Bianchi, Herausgeberin von „Mujeres Libres. Libertäre Kämpferinnen“

Bernd Drücke (GWR): Vera, du hast am 4. September 2019 auf Einladung von Graswurzelrevolution-Redaktion und AStA-Frauenreferat in der ESG Münster zum Thema „Mujeres Libres“ eine Veranstaltung gemacht. Du arbeitest in Hamburg an einer historischen Dissertation zum Thema „Anarchosyndikalistinnen. Die Mujeres Libres in Spanien und der Syndikalistische Frauenbund in Deutschland“ und hast Bücher über Frauen in der Spanischen Revolution publiziert: „Feministinnen in der Revolution“ 2003 im Unrast Verlag und „Mujeres Libres.

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Wie weiter nach dem Ende des INF-Vertrages?

Diese Frage stand kürzlich im Mittelpunkt des Egon-Bahr-Symposiums 2019. Nicht nur der Klimawandel gefährde die Zukunft der Menschheit, auch die Gefahr eines militärischen Suizids im Atomkrieg sei von Menschen gemacht, warnte Heidemarie Wieczorek-Zeul, Ministerin a. D. und Vorsitzende des Willy-Brandt-Kreises. Allein die USA planten, in den nächsten 30 Jahren 1,3 Billionen Dollar für Kernwaffen auszugeben. Nur zu verständlich also, dass das Ziel einer kernwaffenfreien Welt verstärkter öffentlicher Unterstützung bedürfe.

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Die gescheiterte Alternative

Am 7. Oktober wäre die DDR 70 Jahre alt geworden, am 3. Oktober aber ist ihr 29. Todestag. Beide Daten bieten Anlass für Feierlichkeiten: Der 7. Oktober, weil damit an eine hoffnungsvolle, aber gescheiterte Alternative erinnert wird, der 3. Oktober, weil mit der Selbstauflösung der DDR und deren Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes die „nationale Einheit“ hergestellt worden ist. Aber ist sie das wirklich?

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Im Subtilen liegt das Problem

Forschen in postkolonialen und posteugenischen Kontexten

Kritische Wissenschaft heißt, den Blick für kleinteilige Nachwirkungen von Rassismus und Entmenschlichung zu schärfen. Ein Blick in die Geschichte des Kaiser-Wilhelm-Institutes in Berlin-Dahlem zeigt, dass nicht nur dessen NS-Vergangenheit problematisch ist.

https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/wissenschaftskritik/250/im-subtilen-liegt-das-problem

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Kritische Wissenschaft

Forschen, Reflektieren, Diskutieren

Dieser Schwerpunkt der 250. Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) beschäftigt sich mit Fragen, die den Verein, die Redaktion und sicherlich auch viele Mitglieder und Leser*innen immer wieder umtreiben: Was ermöglicht, was verunmöglicht kritische Forschung? Wie wird mit für Manche*n unliebsamen Ergebnissen umgegangen? Woher kommen die Mittel, um auch unangenehme Fragen anzugehen? Wie kann kritische Forschung in Gesellschaftsveränderung umgesetzt werden?

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Graswurzelbewegung gegen die Klimakatastrophe

Millionen Menschen beteiligten sich weltweit an den gewaltfreien Protestaktionen der Klimagerechtigkeitsbewegung

Sydney, Hong Kong, Kabul, Mumbai, New York, Kassel,... überall auf der Welt haben am 20. September 2019 insgesamt mehr als vier Millionen Menschen an dem von der Schüler*innenstreikbewegung „Fridays for Future“ (FFF) ausgerufenen Global Climate Strike teilgenommen.

 

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Die Bekämpfung von Fluchtursachen

Zur repressiven Wendung eines progressiven Ansatzes

grenzenlos

 

Frank-Walter Steinmeier: „Wir müssen an die Ursachen der Fluchtgründe heran.“

 

Thomas de Maizière: „Die Tragödie hat ihre Ursachen in den Ursprungsländern.“

 

Angela Merkel: „Wir werden an der Überwindung der Fluchtursachen arbeiten.“ (1)

 

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Anlässe versus Ursachen von Kinderarmut

Armutsanlässe, wie Scheidung, Alleinerziehenden-Status, Migrationshintergrund oder Arbeitslosigkeit werden oft mit den zugrundeliegenden Ursachen im vorhandenen Wirtschafts- und Sozialsystem verwechselt. Denn eine sozial gerechte Familien- und Sozialpolitik und eine gute Bildungs-, Betreuungs- und Arbeitsmarktpolitik kann auch für Kinder von erwerbslosen, alleinerziehenden oder migrantischen Eltern ein armutsfreies Leben ermöglichen.

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