Die Utopie lebt!
Plädoyer für eine Blickerweiterung der soziologischen Zeitdiagnose und Gesellschaftstheorie
»Ressourcen werden ohne Zustimmung abgebaut«
Ein Interview mit der sahrauischen Aktivistin Fatma Moulay
Warten auf Selbstbestimmung
Vor 50 Jahren besetzte Marokko die Westsahara
The Berm – nach der Chinesischen Mauer die zweitgrößte Mauer der Welt, ist eine 2.700 Kilometer lange hochmilitarisierte Grenzbefestigung. Sie liegt zwischen der von Marokko besetzten Westsahara und den ‚befreiten Gebieten‘ im Osten und Süden der Westsahara, die von den Sahraui kontrolliert wird. In dem Gebiet liegen sieben Millionen Antipersonenminen.
Ein feministischer Meilenstein
Ella Carina Werner und Juliane Pieper fordern das Recht auf Chillen und sabotieren mit ihrem Tiergedichte-Buch das Patriarchat
„Der Hahn erläutert unentwegt der Henne, wie man Eier legt“, was für ein großartiger Buchtitel!
Autoritär, patriarchal und gewaltförmig
Frauengesundheit und Bevölkerungspolitik in Indien und China
Wir sind alle Antifa
Graswurzelrevolutionärer Widerstand gegen den Trumpismus – überall
Wie schnell sich Demokratien in faschistoide Autokratien verwandeln können, wird gerade in den USA vom Trump-Regime in atemberaubender Geschwindigkeit vorgeführt.
„Als zivile Gesellschaft den Finger in die Wunde legen“
Ein Gespräch mit dem Regisseur und Arzt Tuğsal Moğul über Rassismus und Rechtsruck
Tuğsal Moğul wurde 1969 in Neubeckum geboren und wuchs als Sohn türkischer Migrant*in-nen im Münsterland auf. Er ist Arzt, Regisseur, Schauspieler und Theaterautor. Mit seinem Stück „Auch Deutsche unter den Opfern“ hat er auf erschütternde Weise die Geschichte der NSU-Morde nachgezeichnet. Die neofaschistische Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermordete von 2000 bis 2007 neun Menschen aus rassistischen Motiven und eine Polizistin. Tuğsal Moğuls Theaterstück „And Now Hanau“ beschäftigt sich intensiv mit dem Anschlag in Hanau, bei dem am 19.
Ungesunder Backlash
Dossiereditorial iz3w 410 (September/Oktober 2025)
»Die Kräfte gegen die grundlegenden Werte der Familie agieren lokal und international. Sie versuchen uns zu spalten, um uns zu besiegen.« Das sind die Worte von Anita Among, Parlamentssprecherin von Uganda. Sie nahm am 9. Mai 2025 an der dritten »Interparliamentary Conference on Family and Sovereignity« in der ugandischen Hauptstadt Entebbe teil. Ebenfalls beteiligt an der ‚Familienkonferenz‘ waren der ugandische Präsident Yoweri Museveni, die First Lady und Bildungs- und Sportministerin Janet Kataaha Museveni sowie fundamentalistisch-christliche Akteure aus den USA und Europa.
Migration – das Ende der Freizügigkeit?
Reisen stößt - in vielerlei Hinsicht - immer wieder an Grenzen, auch an solche zwischen Staaten. Welche Reisenden unter welchen Bedingungen staatliche Grenzen passieren dürfen, ist dabei sehr unterschiedlich. Freier Reiseverkehr innerhalb des sogenannten Schengenraums gilt als eine der größten Errungenschaften der EU. Doch schon immer war dieses Privileg nicht allen Reisenden vergönnt und die Wiedereinführung von Grenzkontrollen schränkt in jüngster Zeit auch die freie Mobilität der EU-Bürger*innen ein.
Urlaubsreisen als "Lebenswerk"
Reisen ist nicht immer gleich Reisen. War Reisen früher wenigen Privilegierten vorbehalten, so änderte sich das mit der Entwicklung des Massentourismus. Dieser wurde nur möglich infolge sozialer Errungenschaften wie gestiegener Einkommen und gesetzlichen Urlaubsanspruchs. Klassenunterschiede dokumentieren sich nun vor allem durch die Formen des Reisens. Und sie hängen - wie Gerlinde Irmscher herausarbeitet - mit geschlechtsspezifischen Differenzierungen zusammen.
Umkämpfte Festung
Dossiereditorial iz3w 409 (Juli/August 2025)
Sie bestehen aus feuerverzinktem Stahl, aus Beton oder Stein, sind mit Klingen oder doppeltem Stacheldraht versehen oder stehen unter Strom. In den letzten 30 Jahren haben sie sich global verfünffacht: Grenzzäune und -anlagen. In Europa haben sie mittlerweile eine Gesamtlänge von über 2.000 Kilometern.


