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Markus Euskirchen Arbeit & Kapital (05.05.2009)
Take Stuff from Work...

Take Stuff from Work...and get away with it!

Aneignung von unten ist ja eine beliebte Praxis im alltäglichen Klassenkampf. Dass die Gegenseite nicht blöd und auch nicht phantasielos ist, zeigen Bagatellkündigungen aus Anlass tatsächlicher oder auch nur unterstellter Aneignungsfälle.

Dabei bekommen die Arbeitgeber vor den Arbeitsgerichten regelmäßig recht, wie eine Liste von Fällen zeigt, mit der Begründung, auch der Verdacht einer geringfügigen Fehlhandlung könne das Grundvertrauen im Beschäftigungsverhältnis stören und rechtfertige so die Kündigung. Prominentestes Beispiel: Emmely. Anläßlich ihres Falles gibt es jetzt die Initiative für eine Petition für ein Gesetz gegen Bagatellkündigungen.

Schön auch der Kulturbeitrag der New Yorker King Missile zum Thema: Take Stuff from Work!

Take stuff from work.
It's the best way to feel better about your job.
Never buy pens or pencils or paper.
Take 'em from work.
Rubber bands, paper clips, memo pads, folders-take 'em from work.
It's the best way to feel better about your low pay and appalling working conditions.
Take an ashtray-they got plenty.
Take coat hangers.
Take a, take a trash can.
Why buy a file cabinet?
Why buy a phone?
Why buy a personal computer or word processor?
Take 'em from work.
I took a whole desk from the last place I worked.
They never noticed, and it looks great in my apartment.
Take an electric pencil sharpener.
Take a case of white-out; you might need it one day.
Take some from work.
It's your duty as an oppressed worker to steal from your exploiters.
It's gonna be an outstanding day.
Take stuff from work.
And goof off on the company time.
I wrote this at work.
They're paying me to write about stuff I steal from them.
Life is good.
Song online anhören


Freiwirtschaftler (27.07.2009 19:32:04)
THEOLOGISCHE DEBATTEN DES MITTELALTERS

"Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten."

Sir Arthur Charles Clarke (1917 - 2008)

Machtausübung ist Dummheit und allgemeiner Wohlstand ist selbstverständlich – sobald die Religion überwunden ist, die schon immer die Aufgabe hatte, die Fehler der Makroökonomie aus dem Bewusstsein des arbeitenden Volkes auszublenden. Die Religion (Rückbindung auf einen künstlichen Archetyp) war solange notwendig und sinnvoll, wie niemand diese Fehler zu beheben wusste, die zwangsläufig zu systemischer Ungerechtigkeit und damit zu Massenarmut und Krieg führen. Ohne die selektive geistige Blindheit, die uns "wahnsinnig genug" für die Benutzung von Zinsgeld machte, und die noch heute die Menschheit in Herrscher (Zinsprofiteure) und Beherrschte (Zinsverlierer) unterteilt, wäre unsere Zivilisation nie entstanden.

Erst der Prophet Jesus von Nazareth erkannte, wie die Makroökonomie zu gestalten ist, damit niemand einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) erzielen kann. Doch mit dem Cargo-Kult des Katholizismus mutierte die seit Jesus eigentlich überflüssige Religion vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode: weitere 1600 Jahre Massenarmut und Krieg, seit der Vernichtung der Gnosis (Kenntnis) im vierten Jahrhundert.

Die "heilige katholische Kirche" degradierte das Genie zum moralisierenden Wanderprediger und projizierte das von Jesus vorhergesagte "Königreich des Vaters" (Freiwirtschaft, Vater der Kultur = Kreditangebot), in dem die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beendet ist, auf ein hypothetisches "Himmelreich" der Toten, nur um selbst eine "Moral" verkaufen zu können, die in der idealen Makroökonomie so sinnlos ist wie eine Taschenlampe bei Sonnenschein.

Der religiöse Wahnsinn beließ die Menschheit in der systemischen Ungerechtigkeit des Privatkapitalismus (Erbsünde) und ließ so dem ersten Weltkrieg noch einen zweiten folgen, obwohl der Sozialphilosoph Silvio Gesell bereits 1916, unabhängig von der Heiligen Schrift und erstmals auf wissenschaftlicher Grundlage, genau das wieder beschrieb, was der geniale Prophet Jesus von Nazareth als erster Denker in der bekannten Geschichte als Wahrheit erkannt hatte: absolute Gerechtigkeit durch absolute Marktgerechtigkeit.

Heute (2009) sind wir an genau dem Punkt angekommen, den die israelitische Priesterschaft schon vor 2600 Jahren vorhergesehen hatte: Wir stehen unmittelbar vor der globalen Liquiditätsfalle (Armageddon), der totalen Selbstvernichtung, denn der Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung) konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

Doch ein Atomkrieg ist gar nicht erforderlich, um unsere ganze "moderne Zivilisation" auszulöschen; es reicht aus, wenn wir weiterhin an den "lieben Gott" (künstlicher Archetyp: Jahwe = Investor) glauben und ein allgemeines Zwischentauschmittel mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) verwenden.

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