Auch schon rumgesessen und angesichts der vermeintlich linken Positionen zur sog. Finanzkrise verzweifelt?
Anregung gefällig? Dann da lang, zu Rick Wolff und seinem Seminar-Input capitalism hits fan.
Die knapp 39 Minuten lohnen jede einzelne. Historisch-materialistische Analyse der (und nicht nur der) gegenwärtigen Krise, dann Kritik an den gängigen Problembearbeitungsmodellen - insbesondere den diversen Regulierungsvorschlägen und -modellen. Schließlich der ausformulierte Hinweis auf den Ausweg: Kommunismus - diesmal den echten: Produzenten-Demokratie. Er zieht das auf konkreten Beispiele vom US-amerikanischen Rand der Gesellschaft, sprich aus der Sillicon-valley-software-produktion.
In klarer (englischer) Sprache, die sich erfolgreich bemüht, die Old-school-begriffe aus der Marx-Lektüre nicht zu unterdrücken sondern explizit zu übersetzen in politisch positiv besetzte Begriffe, um die Argumente hinter den Begriffen nicht schon durch negative, begriffsgeschichtliche Konnotationen zu diskreditieren. So wird etwa Vergesellschaftung der Produktion zu Demokratisierung des board of directors. Kommunismus wird zum innovative entrepreneurship zur yellow banana, ist ja auch wirklich egal, wie wir es nennen, hauptsache es lebt sich besser damit. Und witzig ist er also auch noch.
Da kann ich nur dazu sagen: Na, dann wern wir eben siegen.