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Bernd Huettner Gesellschaft & Soziales (29.08.2009)
Flexible Familien in einer flexiblisierten Arbeitswelt am Rand der Erschöpfung

Familienleben heute ist vielfältig. Oft lassen Familien die traditionelle Arbeitsteilung hinter sich, bei der Frauen die Rolle zugeschrieben wurde, ihren berufstätigen Männern fraglos "den Rücken freizuhalten." Das bringt neue Freiheiten und Chancen, aber auch Belastungen: Denn gleichzeitig wandelt sich die Arbeitswelt rasant, Mütter und Väter haben zunehmend flexible Arbeitszeiten und mobile Arbeitsorte, die Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit verschwimmen. Das Personalmanagement in den Betrieben und die öffentliche Infrastruktur hinken diesen Entwicklungen aber noch deutlich hinterher. Die Folge: Eltern sparen nicht am Engagement für ihre Kinder. Doch oft sind die Alltagsstrategien, mit denen Familie und Beruf unter einen Hut gebracht werden sollen, alles andere als nachhaltige Modelle für gelungene Vereinbarkeit. (..)



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Bernd Huettner Gesellschaft & Soziales (15.01.2009)
Journal der Jugendkulturen # 13
Das Journal der Jugendkulturen # 13 ist da! Die lang erwartete Ausgabe erscheint ausnahmsweise als Online-Magazin, da derzeit keine finanziellen Ressourcen für den Druck vorhanden sind. Das Archiv der Jugendkulturen erhält bis heute keinerlei Regelförderung und auch keine Druckzuschüsse für seine Publikationen. Die 10,2 MB große Datei mit der # 13 kann hier heruntergeladen werden. Der gewohnt umfangreiche Rezensionsteil beginnt auf Seite 85.

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Markus Euskirchen Gesellschaft & Soziales (19.12.2008)
Gute Arbeit schenken!

teddy_gAuch in einer emphatisch-gerechten (d.h. solidarischen) Gesellschaft der Freien und Gleichen gäbe es Orte der Distribution von Gütern, die hier gemacht und dort gebraucht werden: Magazine (vgl. LeGuin, Planet der Habenichtse). Statt abstrakter Preisangaben gäbe es zu jedem Produkt konkrete Informationen über die bei seiner Produktion und Verteilung verbrauchten Ressourcen und über die angefallen Arbeiten unter Berücksichtigung der Arbeitsverhältnisse und -bedingungen. Werbung würde weniger aufdringlich in der Form und wirklich zu Produktinformation im oben ausgeführten Sinne, was ihren Inhalt angeht. Das "Sexismus in der Werbung"-Problem erledigte sich automatisch: Mein Bedürfnis nach Zuneigung und Wärme würde nicht mehr zur Ankurbelung meines Konsumverhaltens instrumentalisiert. Ich könnte und würde mich viel vernünftiger, sach- und bedürfnisgerechter verhalten in einem solchen Magazin. So vermittelt würden andere mich und auch ich andere bedienen. Alles wäre schöner. Und zwar nicht nur an Weihnachten.

Einen Versuch in diese Richtung bildet Le Grand Magasin. Er greift zwar notwendig zu kurz. Notwendig im Rahmen der (leider immer noch dominanten) kapitalistischen Prouktionsweise: Letztendlich wird verkauft und damit herrscht der entfremdende Preismechanismus zumindest immer noch mit. Aber der Widerspruch ist auszuhalten, solange wir nicht aus den Augen und aus der Diskussion verlieren, wie wir leben, uns vergesellschaften wollen und es in kleinen Schritten auch tatsächlich versuchen. Ein gelungener Beitrag zu letzterem ist das Große Magazin sicher. In diesem Sinne: Frohe Jahresendfeierlichkeitseinkäufe!


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Markus Euskirchen Gesellschaft & Soziales (11.12.2008)
Kapitalismus tötet.

In Griechenland gibt es Widerstand von unten links gegen die anti-soziale Agenda der Herrschenden, der neoliberalen Gleichschalter, der kapitalistischen Profitmaximierer. Der griechische Staat schießt mittlerweile mal wieder scharf in die Menge: Am 6. Dezember blieb der Schüler Alexis Grigoropoulos tot auf der Straße liegen.

Als unabhängige Blogger die Kriegsberichterstattung aus dem Irak lügen straften, wurden sie irgendwann sogar in den Augen Bürgerlicher zu Helden der Pressefreiheit. Mal sehen, ob unabhängige Berichte von der Revolte in Griechenland den Spiegeln und Focussen ebenso ins Weltbild passen...

Ein Indymedia-Feature berichtet die Essentials und dokumentiert die andauernden, europa- und deutschlandweiten Reaktionen. http://alexisg.blogsport.de bringt Berichterstattung aus Griechenland unabhängig von Mainstream-Medien auf Basis von Augenzeugenberichten, ergänzt um übersetzte Postings der griechischen Indymedia-Seite.


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Ingo Stuetzle Gesellschaft & Soziales (13.11.2008)
Touristenrundgang "Wall Street Panics and Crashes"

Warum auch nicht aus der Finanzmarktkrise Profit schlagen? Die Agentur wallstreetwalks bietet Montag und Freitag um 11 Uhr eine 1,5-stündige Tour zu den Orten von Panik und Finanzmarkt-Crash an. Hier das Angebot:

  • The gist: Annaline Dinkelmann (a former Morgan Stanley employee) guides the group through the Financial District—including the outside of the Federal Hall and the bronze bull at Bowling Green—and speaks about the journey from Wall Street’s humble beginnings to today’s bear market.Who goes: Our group included mostly middle-aged folks, a good mix of locals and tourists.
  • Bull’s-eye accuracy: All the facts checked out, including Dinkelmann’s mention of the first car bomb on Wall Street in 1920, when a terrorist blew up dynamite in a donkey cart.
  • High: We found the small side streets more interesting, like the designated historic landmark Stone Street. The narrow alley features a slew of restaurants and bars.
  • Low: We’re hard-pressed to find anything to bad-mouth about this tour, unless you count the anxiety at the thought of a recession as bad as the one after the market crash of 1929.

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HJ Krysmanski Gesellschaft & Soziales (05.10.2008)
Der fette Bankerott der Wall Street, nach Charles Fourier

fouriercharles„Der fette Bankerott ist der der Spekulanten von hohem Stande, die das Genie des Handels besitzen. Der Bankier Dorante besitzt zwei Millionen und wünscht baldmöglichst durch irgendwelche Mittel zu einem Vermögen von vier bis fünf Millionen zu kommen. Er erhält auf sein bekanntes Kapital hin einen Kredit von acht  Millionen in Wechseln, Waren etc., er kann also mit einem Fond von zehn Millionen spielen. Er wirft sich auf die hohe Spekulation, den Trödel mit Waren und Staatspapieren. Vielleicht hat er am Ende des Jahres seine beiden Millionen verloren, statt sie zu verdoppeln; Ihr haltet ihn für ruiniert – keineswegs, er wird die vier Millionen ebensogut haben, als wenn er gute Geschäfte gemacht hätte; denn ihm bleiben die acht Millionen, die er aufgenommen hat, und vermittels eines ‚ehrlichen’ Bankerotts arrangiert er sich dahin, die Hälfte derselben in mehreren Jahren zu zahlen. So kommt es, daß, nachdem er seine eigenen zwei Millionen verloren hat, er sich im Besitz von vier dem Publikum entwendeten Millionen wiederfindet. Welch eine schöne Sache, diese Freiheit des Handels! Begreift Ihr jetzt, weshalb man alle Tage von einem Kaufmann hört: es geht ihm sehr gut seit seinem Bankerott?

Fernere Chance für den Bankerottier: Dorante, nach seinem Unterschleif von vier Millionen, erhält sich vollständig seine Ehre und die öffentliche Achtung, nicht als glücklicher Spitzbube, sondern als unglücklicher Kaufmann. Erklären wir das.


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Ingo Stuetzle Gesellschaft & Soziales (10.09.2008)
Heute bei ver.di
Heute war ich bei der ver.di-Zentrale in Berlin. Dort ist auch ein Buchladen beheimatet, der das eine oder andere Buch in seinem Schaufenster ausstellt. Da ich noch ein paar Minuten Zeit hatte, konnte ich schauen, was denn dem Gewerkschafter von heute so alles zu lesen angeboten wird. So lag zum Bespiel von Mark Buchanan "Warum die Reichen reicher werden und Ihr Nachbar so aussieht wie Sie" aus. Nun gut dachte ich mir. Kann man ja durchaus mal lesen. Auf den Boden der Realität wurde ich allerdings von einem großformatigen Kalender geholt, der gleich daneben zum Kauf angeboten wurde: "Faszination Yachtsport 2009". Darin zu finden: 13 großformatige Bilder von luxuriöser Yachten auf und zwischen den Wellen der Weltmeere. Meine Nachbarin hat keine Yacht. Die KundInnen des ver.di-Buchladens scheinbar schon.

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Ingo Stuetzle Gesellschaft & Soziales (06.08.2008)
Alles ist relativ - auch relativ teuer
Nachdem inzwischen das eingetreten ist, was in der herrschenden Wirtschaftslehre "Preiskorrektur" genannt wird, atmen alle wieder auf. Das Barrel Öl (159 Liter) entfernt sich inzwischen wieder von der 150-US-Dollar-Marke und ist - für Lieferung im September - bereits unter 120 US-Dollar zu haben. Das ist relativ günstig. Relativ im Vergleich zu einem Barrel Coca Cola (126 US-Dollar), Milch (163 US-Dollar), Budweiser (447 US-Dollar) oder auch einem Barrel Ben & Jerry Eis (1.609 US-Dollar). Auch 159 Liter original Tabasco Sauce ist teurer als ein Barrel Öl (6.155 US-Dollar). Ganz zu schweigen von der gleichen Menge Chanel No. 5 (1.666.560 US-Dollar). Es ist eben alles relativ. Relativ teuer.

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Ingo Stuetzle Gesellschaft & Soziales (03.06.2008)
Geld stinkt nicht
Stellen Sie sich vor, Sie kommen morgens zum Bäcker und finden auf der Brötchentüte eine Werbekarte der Deutschen Bank: "Freuen Sie sich über steigende Preise?Alle Welt spricht über Rohstoffe - mit dem Agriculture Euro Fond haben Sie die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von sieben der wichtigsten Agrarrohstoffe zu partizipieren. Investition in etwas Greifbares." Toll, gleich mal weiter informieren. Dazu finden Sie im Netz den x-markets Info-Flyer. Danach sind Sie von der Innovationsfähigkeit des Kapitalismus überzeugt: Ja, man kann sich über steigende Preise freuen; ja, man kann mit Hunger Geld verdienen; ja, Geld stinkt nicht.

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Bernd Huettner Gesellschaft & Soziales (30.05.2008)
Wir sind viele! und wir werden alt!
Wenn wir alt sind, werden wir Häuser besetzen, Volxküchen betreiben und Hungermärsche durch Institutionen antreten, meint die 1964 geborene Annett Gröschner im freitag vom 30. Mai 2008 (Link zum Artikel).


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Bernd Huettner Gesellschaft & Soziales (25.01.2008)
Bionade-Biedermeier

Für die BerlinerInnen sicher keine neue Nachricht und es ging auch schon durch die Blogosphäre, aber hier sei auch noch auf den Artikel Bionade-Biedermeier im ZEIT Magazin  vom 8.11.2007 hingewiesen: "Der Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ist das Experimentierfeld des neuen Deutschlands. Doch wer nicht ins Raster passt, hat es schwer im Biotop der Schönen und Kreativen."

Was dort anschaulich für Berlin beschrieben wird, gibt es aber in Bremen, Hamburg und anderswo auch...


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Laura Thoecy Gesellschaft & Soziales (22.11.2007)
Auf Schäubles Spuren: Berliner Linkspartei bringt neues Polizeigesetz auf den Weg
Nach den Diskussionen der letzten Wochen stand die Mehrheit im Berliner Abgeordnetenhaus dann doch: Bei nur zwei Enthaltungen aus der Linksfraktion verabschiedete die SPD-Linkspartei-Koalition das neue Polizeigesetz mit deutlich erweiterten Polizeibefugnissen, einer Ausweitung der Videoüberwachung und der Ortung von Mobiltelefonen. Ähnlich einigen SPD-Bundestagsabgeordneten in der letzten Woche hieß es dann aus Linksparteikreisen, man sei zwar eigentlich nicht ganz von der Überwachung überzeugt, müsse aber doch irgendwie zustimmen:

"Die Innenexpertin der Fraktion der Linken im Abgeordnetenhaus, Marion Seelig, bekundete ebenfalls Gewissensbisse. Sie räumte ein, dass es bei den Änderungen um einen "Grundrechtseingriff geht, der nicht gering ist". Das sähen viele Mitglieder ihrer Fraktion mit sehr gemischten Gefühlen. Man habe sich aber in der Koalition nicht ganz durchsetzen können." (Quelle: heise)

Mit diesem Abstimmungsergebnis konterkariert die Berliner Fraktion die zaghaften Versuche der Linkspartei, sich auf Bundesebene als Bündnispartnerin der Überwachungsgegner darzustellen. Auch die Zweifel des linken Bundestagsabgeordneten Neskovic an der Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes sowie die Appelle anderer Landesverbände, sich den Überwachungswünschen der Landesregierung zu widersetzen, und entsprechende Aufrufe anderer Akteure konnten die linken Abgeordneten offenbar nicht umstimmen.

Nach den großen Verlusten der Linkspartei bei der letzten Wahl zum Abgeordnetenhaus wird das heutige Abstimmungsergebnis sicherlich nicht dazu beitragen, Vertrauen linker Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen. Aber auch der Schaden für die Glaubwürdigkeit linker Politik auf Bundesebene dürfte immens sein. Die Enttäuschung darüber, dass sich nun auch die LINKE der großen Koalition für Grundrechtebeschneidung anschließt, ließ in Webforen (z.B. bei heise) nicht lange auf sich warten.

Entsprechend kommentiert Klaus Joachim Herrmann im morgigen Neuen Deutschland:

"Die LINKE hat sich für die Rolle einer verlässlichen Regierungspartei entschieden. Damit wurde freilich Schlimmerem der Weg bereitet."

(via fefe)

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Henrik Lebuhn Gesellschaft & Soziales (08.11.2007)
Helikopter Ben

Ben Bernanke ist ein US-amerikanischer Ökonom. Seit dem 1. Februar 2006 ist er Nachfolger von Alan Greenspan und damit Chairman des Federal Reserve Boards und Notenbankchef der USA. Er gilt als pragmatischer Ökonom ohne tiefe ideologische Grundsätze und steht für eine ähnlich wie unter Greenspan auf Preisstabilität ausgerichtete Geldpolitik. Von seinen Kritikern wird er 'Helikopter Ben' genannt, da er - in Anlehnung an Milton Friedman - einmal vorschlug, Dollars im Deflationsfall tatsächlich mit dem Hubschrauber abwerfen zu lassen...


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Laura Thoecy Gesellschaft & Soziales (27.06.2007)
Vorsicht Modewort
Das Amtsgericht Hamburg-Altona hat eine Frau zu Geldstrafe verurteilt, der vorgeworfen wird, an einem gemeinschaftlichen Diebstahl teilgenommen zu haben. Der Identifizierung (lange Haare!) und Beschlagnahmung des Diplomarbeits-Laptops bei einer Hausdurchsuchung folgten solide Ermittlungsergebnisse: "In der Verhandlung hatte die Staatsanwaltschaft nur vage Indizien gegen Irene H. zu präsentieren. (...) Die Staatsanwältin argumentierte, auf dem Laptop der Angeklagten hätten sich Dateien befunden, in denen der Ausdruck "prekär" auftaucht, ein Indiz dafür, dass Irene H. "geistige Urheberin" des Bekennerschreibens sei." (aus dem Artikel in der Frankfurter Rundschau).

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Laura Thoecy Gesellschaft & Soziales (23.06.2007)
Datenspeicherung überall - heute: Schwarzfahrerdatei
Den schmarotzenden Schwarzfahrern soll in Zukunft ein höheres "erhöhtes Beförderungsentgelt" in Rechnung gestellt werden. Die eingetriebenen Gelder seien nicht ausreichend, um die umfassenden BelästigungenKontrollen der Fahrgäste zu bezahlen. In Zukunft sollen Ersttäter 60 Euro (statt bisher 40) zahlen, Wiederholungstäter bis zu 120 Euro. Und wie erkennt man Wiederholungstäter? Richtig, in den Schwarzfahrerdatenbanken, die die Verkehrsunternehmen führen sollen und in denen die Daten zwei Jahre gespeichert bleiben sollen. Die Neuregelung geht zurück auf eine Forderung der Verkehrsunternehmen, die nun nach einem Zeitungsbericht vom Bundesverkehrsministerium übernommen worden ist.

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