Schütrumpf, Jörn

Dr. Jörn Schütrumpf, Jg. 1956, Historiker, Das Blättchen.

1982 - 1990 Mitarbeiter am Zentralinstitut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Seit 1994 Mitarbeit an verschiedenen Projekten des Deutschen Historischen Museums.

Latest contributions of the author

Koloniales Erbe in den Köpfen

Seit einigen Jahren begeht in Lateinamerika Staat für Staat sein „Bicentenario“, den 200. Jahrestag der Befreiung vom spanischen Kolonialjoch.

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Gegen welchen Faschismus?

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„Sowjetrußland! Vom Wachhaus weht die rote Fahne. Wieder hält der Zug ganz kurz. Ein Mann springt auf das Trittbrett des ersten Waggons. Winkt. Die Maschine zieht an. Wo sind die Soldaten? Die Drahtverhaue? Die Handgranaten? » more

Die Wut des Karl Kraus

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»Der Kommunismus ... - der Teufel hole seine Praxis, aber Gott erhalte ihn uns als konstante Drohung über den Häuptern jener, so da Güter besitzen ...

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Verweigerte Selbstwahrnehmung

„Damals war es selbstverständlich, daß Künstler links waren." Die junge Kunsthistorikerin sagt das ganz ruhig, sie spricht vom Polen der dreißiger Jahre - sie redet über über Stern, Lewicki, Stawinski, Winnicki, Waniek,

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Unrechtsstaat?

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Jeder agiert auf dem Niveau seiner Unwilligkeit, unbequeme Wahrheiten zu ertragen.
Das ist ein Menschenrecht, wenn auch kein im Grundgesetz kodifiziertes.

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Das "Kapital" lesen?

Mit der Krise ist es auch in den Mainstream-Medien wieder möglich geworden, über Marx und sein ökonomisches Hauptwerk, »Das Kapital«, zu reden. » more

Regierungskriminalität

Als im Oktober 1857 die Krise von Frankreich auf die USA übersprang,
glaubte Marx, daß das Ende des Kapitalismus nahe sei. Er verstand die

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Aids im System

Vor achtzehn Jahren, im September 1990, betrat ein kleiner Mann unsere
damalige Redaktion und stellte sich mit den Worten vor: Ich bin

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Das Bauchwort

Im Dezember 1989 reichte ein Verlag, der bis wenige Wochen zuvor den jeweiligen SED-Linien treu gefolgt war, einem, ebenfalls bis wenige Wochen zuvor eher als zu liberal beargwöhnten, Historiker ...

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Bemerkungen - Ulrich Plenzdorf

Man soll Toten nichts Böses nachsagen, denn sie können sich nicht mehr wehren. Im Schatten dieser zweifellos sehr anständigen Maxime führt eine mehr als unanständige ihr feiges Eigenleben:

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Nationaler Sozialismus?

Die Linke sei nationalistisch, tönt es ständig; so soll sie in der Defensive gehalten werden. Seit fast 150 Jahren geht es in der nationalen Frage wie in der Geschichte vom Hasen und vom Igel zu.

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Keine Gewalt

Als 1793 die Revolution hinter der Guillotine verschwand, legte sich der Verwesungsgeruch, den Frankreichs Richtplätze verströmten, wie eine undurchdringliche Kohlendioxidschicht über die ersten

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Unter ausgeblichener Flagge: die "Linke"

Die Linke aus West und Ost wird im Moment von der Ohnmacht eines abzusehenden Scheiterns aufs gemeinsame Lager gezwungen. Doch Vernunftehen sind manchmal ganz erfolgreich.

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Oben und unten

Die gesamtdeutsche Linke formiert sich. Siebzehn Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges wird die große Auseinandersetzung der vorigen Jahrhunderthälfte nun auch hier beendet. Angesichts der - beinah

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Kapitalismusmüde

Die Stimmung unter den "kleinen Leute" verändert sich im Moment fast mit jeder Nachrichtensendung. In ihren Augen hat in jüngster Zeit die in der Gesellschaft praktizierte kapitalistische ...

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Auf dünnem Eis

Die deutschen Eliten haben jegliche Scham verloren. In den ersten Jahrzehnten nach der Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Pest hatte der Eindruck entstehen können, sie hätten ...

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Moderne Opposition

Vor einem Jahr schwadronierte Harald Schmidt über ein Unterschichtenfernsehen, nun hat die Friedrich-Ebert-Stiftung die dazugehörigen Unterschichtenmenschen entdeckt. Es ist dieselbe Stiftung, die .

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Bei vollem Bewußtsein

Die Eliten gehen mit dem Land um, als hätten sie noch eins. Zum Mehltau - seit Jahren die Gesellschaft erstickend - gesellt sich nun der Modergeruch der Verantwortungslosigkeit. ...

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Breker statt Lenin

Schwerin liegt nie auf dem Weg. Die großen Autostraßen nach Szczecin und Berlin streifen kaum das Weichbild; die Bahn stellte die Stadt hinter dem großen See zwischendurch ganz vom überregionalen

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Rückspiel

Im Leben geht es ungerecht zu. Vor der Entlassung ins Sommerloch wurde die Regierung Merkel coram publico abgewatscht. Sie brächte zu wenig zustande; bei der Reformierung des Sozialstaates zum ...

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1956 oder: Die Reformfähigkeit des Stalinismus

Beitrag für die VI. Rosa- Luxemburg-Konferenz in Leipzig, 24./25. März 2006. - Das Ritual, bei Marx-Konferenzen mit einem Marx-Zitat und bei Lenin-Konferenzen mit einem Lenin-Zitat zu beginnen, ..

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"Trotzkisten"

Der Vorwurf, Trotzkist zu sein, abonnierte vor fünfzig Jahren die Beschuldigten auf mehrere Jahre Zuchthaus - in der DDR. Auch im Kalten-Kriegs-Kind Bundesrepublik zogen es zu dieser Zeit ...

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Deutschland verändert sich zur Kenntlichkeit. Vier Thesen

Das Ende des Kalten Krieges, verursacht durch Zusammenbruch des Ostblocks 1989 und der UdSSR 1991, wurde in der alten Bundesrepublik Deutschland bis Anfang dieses Jahrzehntes vielfach mißverstanden.

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Ein Linksruck?

An sich ist es Zeit für einen Linksruck. Auch wenn auf der traditionellen politischen Farbskala noch keine Koalition so weit links stand wie die rot-grüne unter Gerhard Schröder und Joschka Fische

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Denken "ohne Geländer". Die Linke an der Schwelle zur Mündigkeit?

90 Jahre lang bewegte sich in Deutschland die Linke zwischen der russischen Revolution einerseits und der SPD andererseits. Jetzt scheint eine neue Epoche zu beginnen. Wie steht es um das Erbe?

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Klassenrassismus

Der Peter Hintze des Jahres 2005 heißt Jörg Schönbohm und ist General. 1994 hatte der Pfarrer und damalige CDU-Generalsekretär Hintze die SPD mit einer "Roten-Socken-Kampagne" diffamiert, ...

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Brüder, in eins nun die Hände

Ein Linker in Deutschland zu sein, ist spätestens seit 1907 ein etwas schwieriges Los. Anderthalb Jahrzehnte zuvor, 1892, war zwar schon Rudolf Rocker - der spätere Kopf eines intelligenten ...

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Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten

Der 8. Mai 1945 markiert nicht weniger als die Rückkehr Europas auf den Pfad der Zivilisation, aus dem dieser Kontinent dauerhaft hinausgeschleudert werden sollte.

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Herrschaft ohne Hegemonie

Im Osten macht sich das Gefühl breit, in der dritten Diktatur in Folge zu leben - auch wenn die äußeren Insignien für eine repräsentative Demokratiesprechen...

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Ich war kein Nazi

Die Abwicklung der DDR-Intelligenz während des Anschlusses an die Bundesrepublik hatte vielerlei Vorteile, allerdings ist das Wahlrecht für die Ossis unter 65 Jahre einer der eklatanten Mängel.

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D-day: "Befreiung Europas" statt "Zweite Front"

Von der ersten Angriffswelle würde so gut wie niemand überleben. Das war allen Beteiligten von vornherein klar gewesen. Wer in den ersten Wellen eingesetzt wird, hat nur ganz selten eine Chance ...

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Inkontinente Parasiten

Der Ton gegenüber der Aufbaugeneration wird rauher: Sie verbrauche, was eigentlich den jungen Leistungsträgern zustehe, und zerstöre so die lichte Zukunft des neoliberalen Heldenlebens. ...

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Opfer des Kapitalismus

Ein einstiger Kanzlerberater plauderte jüngst, Gerhard Schröder habe der hochwassergeförderte Wahlsieg im Jahre 2002 überhaupt nicht in die Lebensplanung gepaßt...

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Negativauslese

Die Politiker haben sich in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zur Klasse ausrufen lassen und sind ganz stolz darauf,Teil solcher Klasse zu sein. Ein Artikel über Politiker heute ...

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Die rote Gefahr

Antikommunistische Propaganda in der Bundesrepublik 1950-2000

Rezension zu Klaus Körner: "Die rote Gefahr". Antikommunistische Propaganda in der Bundesrepublik 1950-2000, Konkret Literatur Verlag Hamburg 2003, 208 S. (15 EUR)

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Bewegung ohne Partei?

Die Wirklichkeit läßt sich kaum noch karikieren,sie ist die Karikatur selbst. Kabarettisten wissen nicht mehr,wie sie noch überhöhen sollen ...

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Nationalismus

Nationalismus ist das Morphium der Nationen, Nationalstolz und Patriotismus sind oft schon die Einstiegsdrogen. Und mit der Vertriebenengedenkdebatte soll das Kokain des Nationalismus erneuert werden.

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Der Weltfriedenstag in Deutschland 2003

In der "Gedenkkultur" findet seit einiger Zeit die große Reform statt, wenn auch mit weniger Getöse als bei der Zerstörung der Risikovorsorge. Der 1. September soll ein Tag wie jeder andere werden.

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Die Juni-Insurrektion 1953. Schwierigkeiten mit der Klasse.

Thesen

Politisch siegreich war die Arbeiterschaft nie. Handelte sie ohne politischen Arm, zahlte die Zeche; folgte sie den Anweisungen einer politischen Führung, zahlte sie ebenfalls...

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Roll back

Es ist wie in einer Schmiere: Weil in Partei und Gewerkschaft einige nicht vergessen können, daß beide ursprünglich einmal Klassenkampforganisationen gewesen sind, gerät der Kanzler in Bedrängnis

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Globale Unordnung und Globale Gewalt

Verteidigung der Zivilisation

Die Linke, der Terror, die Zivilistation und die Barbarei.

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