Kultur

Ein Sachcomic gegen die Militarisierung

Rezension zu:

Findus, Michael Schulze von Glaßer: Kleine Geschichte der Kriegsgegnerschaft. Friedensbewegung und Antimilitarismus in Deutschland von 1800 bis heute, Unrast Verlag, Münster 2016, 80 Seiten, 9,80 Euro, ISBN 978-3-89771-215-7

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Punk Effekte

Sezgin Boynik in Bildpunkt (17.02.2017)

Die drängendste Frage im Punk war die der Wiederaneignung. Das war auch die fundamentale Frage der Situationistischen Internationale und verschiedener anderer historischer Avantgarden.

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Punk im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (17.02.2017)

Die Anfänge des Punk in den USA waren von Leuten geprägt, die noch richtig rumgammeln und rotzig reden konnten.

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Girls Invented Punk Rock Not England

Katja Peglow in Bildpunkt (09.02.2017)

In dem 1978 veröffentlichten Buch The Boy Looked at Johnny von Julie Burchill und Tony Parsons wird Punk als erste Ära der Rock’n’Roll-Geschichte gewürdigt, in der Frauen nicht mehr bloß schmückend

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Erinnerung als Waffe der Dekolonisierung

Kunst und Student*innen-Bewegung im heutigen Südafrika
Ksenia Robbe in PERIPHERIE (08.12.2016)

Don Matteras vor fast 30 Jahren, in den letzten Stadien des Kampfes gegen die Apartheid publizierte Denkschrift Memory is the Weapon (2009 [1987]) verweist schon durch die Überschrift auf den Zusammenhang zwischen Erinnerungs-Diskursen und dem für jene historische Periode charakteristischen politischen Engagement. Ähnlich Milan Kunderas berühmtem Diktum „der Kampf des Menschen gegen die Macht ist der Kampf des Erinnerns gegen das Vergessen“ (Kundera 1996: 4) hebt der Text des südafrikanischen Dissidenten, Autors, Journalisten und Aktivisten die politische Funktion des Erinnerns hervor – seine Fähigkeit, die kollektive Identität zu bewahren angesichts der Versuche eines Regimes, die Geschichte ganzer Gemeinschaften auszulöschen.

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Politiken der Freund*innenschaft im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (16.11.2016)

Es sind Geschichte aus dem britischen Empire am Ende des 19. Jahrhunderts, die Leela Gandhi in der Absicht rekonstruiert, eine „nicht-kommunitaristische Gemeinschaft“ zu entwerfen.

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Explosion der Kreativität

Im äthiopischen Pop und Jazz mischt sich das Beste aus verschiedenen Welten

Soul, Funk, Fusion und Jazz erlebten in den 1960er und 70er Jahren in Äthiopien eine Blütezeit. Sie ging erst zu Ende, als das sozialistische Mengistu-Regime die freie Musikszene drangsalierte. Bislang nur unter KennerInnen bekannt, erleben äthiopische Sounds inzwischen ein Revival – durch Wiederveröffentlichungen, Tourneen und neue Bands.

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Afropolitane Kultur und Literatur

Hefteditorial iz3w 357 (Nov./Dez. 2016)

Als die Romanschriftstellerin Taiye Selasi vor über zehn Jahren in einem Essay den Begriff »Afropolitan« kreierte, löste sie eine lebendige Debatte aus.  Der semantische Ursprung ihrer Neuschöpfung liegt in den Wörtern »African« und »Cosmopolitan«. Afropolitan will Schwarze Identitäten dem Kontext von Diskriminierung, Armut und Unterdrückung entreißen und stattdessen jene empowern, die sich nicht darunter subsumieren lassen wollen. So zeichnet Selasi das Bild einer intellektuellen, urbanen Avantgarde: Eine neue Generation afrikanischer AuswanderInnen und ihrer Nachfahren, erfolgreich, gebildet und wohlhabend. AfropolitInnen sind aktive MitgestalterInnen der globalisierten Welt (und damit genau das, was People of Colour Jahrhunderte lang von rassistischer Ideologie abgesprochen wurde). Selasi definiert AfropolitInnen nicht als WeltbürgerInnen, sondern als »WeltafrikanerInnen«, die in Metropolen und zwischen scheinbar bezugslosen Welten zu Hause sind.

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