Gesellschaft

Lebensformen

Warum wir keinen neuen Familismus brauchen

„Kinder kriegen. Wir brauchen einen Familismus!“, schrieb Larissa Boehing am 15. Februar 2014 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Sie schrieb über die Ängste, die damit verbunden sind, in dieser unübersichtlichen Welt Kinder zu bekommen. Seit die Rollenmodelle in unserer Gesellschaft verhandelbar sind, so ihre These, ist alles viel komplizierter geworden, in „Beziehungen und in Gesellschaft“, in der Frage Ja oder Nein zum Kind und zur „Vereinbarkeit von Kind und Beruf“. Deshalb schlägt sie eine Emanzipation von diesen Ängsten vor. Da wird ihr der Familismus (1) nicht weiter helfen. Schließlich prägt er seit Jahrhunderten Politik und Sozialstruktur in „unserem“ und in anderen westlichen Ländern wesentlich. Denn Familismus ist nicht nur ein soziologischer Begriff, sondern eine Ideologie, die die bürgerliche Kleinfamilie als „naturgegebene“ Leitform einer Sozialstruktur bezeichnet.

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Von der leiblichen zur virtuellen Gesundheit

Die Nutzung von mHealth durch Krankenversicherungen

Im Alltag der deutschen Krankenversicherungen hat in den letzten Jahren allerlei Elektronik Einzug gehalten, die der Sammlung, Auswertung und dem Austausch von Informationen über ihre Mitgliede

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Kernfragen sozialer Gerechtigkeit

Betrachtungen über Vermögensverteilung und -besteuerung

Die Vermögensverteilung in kapitalistischen Ländern ist weitaus ungleicher als die Einkommensverteilung, weil das Eigentum an den allermeisten Produktionsmitteln konzentriert in den Händen eine

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Zika schürt Angst vor Behinderung

Die Vermutung, dass der von Mücken übertragene Zika-Virus für die Zunahme an Fällen von Mikrozephalie in Brasilien verantwortlich ist, scheint sich zu bestätigen. Weltweit hat dies zu einer panikartigen Angst vor Behinderung geführt.

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Grenzpraktiken

Eine Skandalisierung ungarischer und österreichischer Ausgrenzungspolitik

Eine syrische Geflüchtete wurde von Grenzpolizei angeschossen, innerhalb des Schengen-Raums, an der slowakisch-ungarischen Grenze. Kaum Aufmerksamkeit. Keine Demonstrationen. Kein Aufschrei. Ein Vorfall von vielen.

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Streifzug durch Reichland

Die Lebenswelt der Reichen und Superreichen ist bisweilen Gegenstand medialer Betrachtungen - vornehmlich in verschiedenen Boulevardmedien.

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„Wir sind das Volk – und ihr seid es nicht!“

Im Gespräch über Linkspopulismus mit Christina Kaindl, Ingar Solty und Albrecht von Lucke.

Eine Stunde hatten wir uns gegeben, zwei wurden es. Weil die Frage des Linkspopulismus eine ganze Reihe weiterer Fragen aufruft, wurde die Diskussion schnell hitzig.

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Riskante Verbindungen. Donna Haraways Dynamisierung der Standpunkte

Frigga Haug in Das Argument (29.06.2016)

Haraways Kyborg-Manifest beginnt mit der Losung »Lieber Kyborg als Göttin!«, eine Aufforderung, die ganz offensichtlich ans Denken gerichtet ist, nicht ans Tun; gut 30 Jahre später folgt: »Making K

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Zur Kritik der Hightech-Gegenaufklärung

Editorial

Editorial

»Mit Vernunft kann man nicht alles machen. […]

Aber nur mit Vernunft kann man etwas machen.«

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Flucht und Versagen

Die humanitäre Krise Deutschlands und der EU
Redaktion ZAG in ZAG (23.06.2016)

Der kurze Sommer der Humanität ist zu Ende.

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