Marxismus

Struktur, Handlung, Herrschaft

Zur Diskussion über Herrschaftsverhältnisse in der Kritik der politischen Ökonomie

 Im Zuge jüngerer Debatten um die Marxsche Ökonomiekritik bleibt auch die Frage der Herrschaftsverhältnisse nicht unumstritten. Mehrere Strömungen und Interpretationsansätze bemühen sich dabei um scharfe Abgrenzung von einem u.a. als ,traditionell‘ aus der Mode gekommenen ,Arbeiterbewegungs-‘ oder ,Klassenkampfmarxismus‘, der den Klassenkonflikt als einen Zentralbegriff der Marxschen Kritik versteht und das Ausbeutungsverhältnis von Bourgeoisie und Proletariat zum Ausgangspunkt politischer Intervention macht. Stattdessen wird die ,Anonymität‘ oder ,Subjektlosigkeit‘ bürgerlicher Herrschaftsverhältnisse betont und die Kritik mystifizierter Vorstellungen über den gesellschaftlichen Zusammenhang ins Zentrum gerückt.

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Feminismus als Herausforderung für die Cultural Studies

Carol A. Stabile in Bildpunkt (11.01.2015)

Es würde den komplexen und umkämpften Realitäten nicht gerecht werden, würde man behaupten, das Verhältnis zwischen Feminismus und Cultural Studies sei immer einfach gewesen.

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Der lange Abschied vom Proletariat

Erneuerungsversuche des westlichen Marxismus

„Wir gehen nirgendwo hin,

die Geschichte erzeugt keinen Sinn.

Von ihr ist nichts zu erhoffen,

auch ist ihr nichts zu opfern.“

André Gorz

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"Marburger Schule"

Lothar Peter, Marx an die Uni. Die Marburger Schule. Geschichte, Probleme, Akteure, PapyRossa Verlag, Köln 2014, 224 S., 14,90 Euro

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Die linken Regierungen Lateinamerikas werden von inneren und äußeren Gegnern bedroht

Auszug aus den Marxistischen Blättern 02_2014: "Zwischen Vision und Realpolitik - Lateinamerika heute"

"Die Lehre, die [...] Lateinamerikas Linke aus den Ereignissen des vergangenen Jahres ziehen müssen, ist, dass die als revolutionär bezeichneten Veränderungen [...] bislang nicht so stabil sind

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Doppelter Boden der Marx-Renaissance

Auszug aus den Marxistischen Blättern 01-2014: "50 Jahre Marxistische Blätter"

"Widersprüchlich sind die Schicksale des Marxismus augenblicklich in der akademischen Welt. In Deutschland ist er von den Universitäten rückstandlos verschwunden."

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Der Geist weht, wo er will

Eindrücke von der XVII. Internationalen Tagung des InkriT: Marxismus und die Große Krise
Nora Räthzel in Das Argument (06.11.2013)

Alljährlich gönne ich mir das Vergnügen, an der InkriT-Tagung zum Historischkritischen Wörterbuch des Marxismus teilzunehmen. Obwohl die Tagung nicht mehr an Pfingsten stattfindet, gleichen ihre Werkstätten doch einem aus der gewöhnlichen Zeit entlassenen Augenblick, in dem alle miteinander reden können, obgleich sie in verschiedenen Zungen sprechen.

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Arbeit, Schöpfung und Befreiung

Karl Barths und Dorothee Sölles "Theologie mit und nach Marx"
Sabine Plonz in Das Argument (08.01.2013)

Angesichts der marxistischen Kritik und realer Entwicklungen der »Arbeitsgesellschaft« irritiert, dass schöpfungstheologische Entwürfe kaum über Arbeit und Befreiung nachdenken.

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Verfolgt, verleumdet, verlassen:

Das Ende des Anarchismus auf Kuba. Und heute? Ein kritischer Blick auf Venezuela

Im Oktober 2012 finden in Venezuela Präsidentschaftswahlen statt und Hugo Chávez könnte zum dritten Mal als Präsident bestätigt werden. Nach 13 Jahren an der Macht ruft er jedoch nicht mehr die gleiche Begeisterung hervor wie zu Beginn: Seine Pläne zur Reduzierung der Armut sind zum Stillstand gekommen; die Förderung von Gas, Öl und Mineralien durch transnationale Unternehmen hat zugenommen; strukturelle Probleme wie Gewalt oder die staatliche Bürokratie haben sich sogar verstärkt; er hat die Autonomie eines Großteils der sozialen Basisbewegungen beendet und eine zunehmende Militarisierung des Landes vorangetrieben.1 

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das opium der linken

Der Islam zwischen Protofaschismus und Befreiungstheologie

Welche Haltung zum Islam einzunehmen ist, hat es zu einer, wenn nicht gar zu der Hauptauseinandersetzung innerhalb der deutschen Linken gebracht.

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