Finanzkrise

Wohin treibt der »demokratische Kapitalismus«?

Wolfgang Streecks Zeit- und Krisendiagnose

Seit dem Ausbruch der Großen Krise 2008ff. befinden sich die kapitalistischen Metropolen, die die weltwirtschaftliche Entwicklung im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts maßgeblich bestimmt hatten, im Krisenmodus. In Europa verschärft eine institutionell verankerte Austeritätspolitik die Krisenkonstellation und bleibt kurzatmig auf bloßen Zeitgewinn ausgerichtet. Der Umbruch in der US-Haushaltspolitik, mit Einsparungen und Mehreinnahmen einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, lässt eine neue weltwirtschaftliche Wachstumskonstellation weiterhin fragil erscheinen. Und in Japan zeitigen massive Konjunkturprogramme, Niedrigzinspolitik und eine Strategie des billigen Geldes keinen durchschlagenden Erfolg.

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Banken-Bashing als Systemkritik?

Ulrich Busch in Das Blättchen (20.02.2013)

Das 21. Jahrhundert erweist sich in ökonomischer Hinsicht bisher nicht gerade als Erfolgsstory. Dies gilt zumindest für Europa, Japan und Nordamerika. Erst platzten weltweit die Telekommunikations- und Internetblasen und scheiterte die „New Economy“ als Hoffnungsträger postindustriellen Wachstums.

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Mikrokredite und die Entdeckung der Frauen

Seit den 1970er Jahren ist in der Entwicklungspolitik von der »Entdeckung der Frauen« die Rede. Die unermüdlichen Hinweise von Feministinnen, dass Frauen und ihre Arbeit gering geschätzt werden, machte sich die Weltbank zu eigen: Die »unsichtbaren Frauen« sollten sichtbar, als »ungenutzte Ressource« in die Entwicklung integriert und ihre »untergenutzte Arbeit« für Märkte und Wachstum mobilisiert werden. Entdeckung hat bekanntlich viel mit Erfindung zu tun.

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Cohn-Bendit, Griechenland und „Versailles“

Helmut Donat in Das Blättchen (19.11.2012)

In Günther Jauchs Polit-Talk „Banker trifft Revoluzzer – Ackermann gegen Cohn-Bendit“ vom 30.

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Euro-Zerfallspropheten

Ein Debattenführer rund um die Zukunft der Währungsunion
Pinguin in MALMOE (09.11.2012)

Der Streit, ob die Krise in Europa zu einem Austritt einzelner Länder oder gar einem Zerfall der Währungsunion führen wird oder soll, hat die kontroversen Grundsatzpositionen wieder hervortreten lassen, die die Wirtschafts- und Währungsunion in Europa von Anfang an begleiteten. Interessanterweise sind beide großen wirtschaftspolitischen Lager diesbezüglich gespalten.

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Weiter in der Krisenklemme

Gewerkschaften, Politik und Märkte schieben sich gegenseitig die Verantwortung für die Euro-Krise zu

Mittlerweile neigt sich das dritte Jahr der Euro-Krise dem Ende zu. Und die Hälfte der 17 Euro-Staaten steckt in einer Rezession.

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Griechenland: Nach der Wahl ist vor der Wahl

Während der Protest gegen die Sparpolitik in Europa immer lauter wird, greifen die herrschenden Eliten zu autoritären Maßnahmen gegen die Bevölkerung.

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Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus

Wurde nach der Lehman-Pleite 2008 der »Tod des Neoliberalismus« zu früh ausgerufen, wie schon einmal 20 Jahre zuvor von Eric Hobsbawm? Die Hochphase neoliberaler Ideologie setzte danach erst richtig ein. Doch drei Jahre Krisenkaskaden haben zu einer veränderten Hegemoniekonstellation geführt, die es neu einzuschätzen gilt.

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Ein Coup zur Lösung der Euro-Krise

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Es ist ganz ähnlich wie vor drei Jahren. Das sagen die Banker (z. B. der allseits bekannte und populäre Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann), das sagen die Börsenhändler, Fonds-Manager und Spekulanten, und das sagen die politischen Kommentatoren.

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