Atomkraft und Energie

Konsequent für neue Energien?

Das Gesetzespaket der Bundesregierung zur „Energiewende“ zementiert den Status Quo

„Neue Energie für Deutschland“. Unter diesem Titel schaltete die Bundesregierung Anfang Oktober 2011 bundesweit Zeitungsanzeigen. Anlass war die eine Woche zuvor veröffentlichte Halbzeitbilanz der schwarz-gelben Koalition. Auch auf der Webseite www.bundesregierung.de diente die „Energiewende“ als Aufmacher für die Halbzeitbilanz. Nach Fukushima und den Wahlschlappen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vollzog die Bundesregierung eine Kehrtwende in ihrer Atompolitik.

» mehr

Corporate Killers

iz3w_322.jpg
Die Atomaußenpolitik der deutschen Bundesregierung

Der Anteil der Atomkraft an der weltweiten Energieproduktion macht nur sechs Prozent aus. Und voraussichtlich werden in den kommenden Jahren weltweit mehr alte AKW abgeschaltet als neue gebaut. Doch damit ist die Geschichte der Atomenergie noch lange nicht besiegelt, denn die deutsche Atomindustrie blickt auf den Weltmarkt.

» mehr

Renaissance der Atomkraft in Britannien?

gwr_349Seite1.gif
Langsam regt sich Widerstand

Die englischen Regierungen - ob Blair, Brown, oder jetzt Cameron - forcieren einen massiven Neubau von Atomkraftwerken, um alte Atomkraftwerke zu ersetzen und - so wird behauptet - die Klimaschutzziele zu erreichen. Im letzten Jahr wurden 10 Standorte für neue Atomkraftwerke benannt. Die Konzerne - insbesondere EDF, RWE, E.on, und die spanische Iberdrola - sitzen in den Startlöchern. Doch so langsam regt sich Widerstand.

» mehr

"Atomkraft? Ja bitte!"

Felix Werdermann in utopia (03.09.2009)

Das Deutsche Atomforum ist sich für nichts zu schade, um der gefährlichen Energie ein bessere Image zu verpassen. „Willst du wirklich mit mir Schluss machen?" In weißer Handschrift ist die Frage auf rotem Hintergrund zu lesen. Die Postkarte ist wie geschaffen für junge Menschen, die gerade verlassen wurden, tief im Liebesschmerz versunken. So fühlt sich anscheinend auch die deutsche Atomindustrie, denn das Postkartenmotiv wurde erdacht vom Deutschen Atomforum, dem Lobbyverein der Atomfans.

» mehr

Krümmel: Vattenfall hat'n Knall

Felix Werdermann in utopia (28.07.2009)

Es ist schon etwas peinlich: Da steht das Atomkraftwerk Krümmel zwei Jahre still, angeblich wird alles genau untersucht. Dann wird das Kraftwerk wieder angeschaltet, wenige Tage danach gibt es schon wieder Störfälle und der Reaktor muss runtergefahren werden. Der Betreiber Vattenfall muss dafür selbst von der CDU Kritik einstecken.

» mehr

Wenn das Auto alt aussieht

Ana Mari M. in utopia (26.07.2009)

Es steht für Mobilität, Flexibilität und kann große Entfernung in kurzer Zeit zurücklegen: das Auto. Doch neben diesen positiven Eigenschaften ist es vor allem ein Prestigegewinn. Noch immer ist das Auto der Deutschen bester Freund. Dabei schonen Alternativen nicht bloß das Klima, sondern oftmals auch den Geldbeutel.

» mehr

Luxus Umwelt

Umweltzerstörung ist nicht bloß ein Luxusproblem. Weltweit sind die Armen oft besonders betroffen
Felix Werdermann in utopia (18.07.2009)

Alle tun was für die Umwelt: Naturschutzorganisationen, Politikerinnen, Hobbygärtner, selbst die Energiekonzerne brüsten sich damit. Natürlich aus ganz unterschiedlichen Beweggründen und manchmal ist das auch mehr Schein als Sein. Aber eines scheint selbstverständlich: Aktiv sein für die Umwelt ist immer gut. Komisch.

» mehr

436 potentielle Tschernobyls

Malina Bura in utopia (16.07.2009)

Am 26. April 1986 ereignete sich im ukrainischen Kraftwerk Tschernobyl die wohl größte Katastrophe in der Geschichte der Atomkraft.

» mehr

RWE-Werbe-Agentur will Satire verbieten

utopia Redaktion in utopia (24.04.2009)

In einem Schreiben an die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation "urgewald" droht die RWE-Werbe-Agentur „Jung v. Matt" mit Strafanzeige, Gerichtskosten, Schadensersatz und sonstigen Unannehmlichkeiten. Urgewald hatte das Motiv der RWE-Werbekampagne „vorweggehen" satirisch verändert, um humorvoll zu zeigen, dass Atomstrom von RWE „gefährlich, „dreckig" und „teuer" ist. Die utopia möchte auch verklagt werden.

» mehr

Atomlobby gibt sich offen

Die deutsche Atomlobby inszenierte letzte Woche beim ersten Treffen des „Jungen Forums" ihre Offenheit gegenüber UmweltschützerInnen. Man wolle „vorurteilsfrei und unkonventionell" über die künftige Energieversorgung Deutschlands diskutieren, hieß es in der Einladung des Deutschen Atomforums e.V., dem Lobbyverband der deutschen Atomwirtschaft.

» mehr