Polens Rolle rückwärts

Gerd Kaiser in Das Blättchen (05.01.2017)

Die eben erschienene Gemeinschaftsarbeit eines polnischen und eines deutschen Autors, Krzysztof Pilawski und Holger Politt, untersucht kenntnisreich den hierzulande oftmals unbeachteten oder unvers

» mehr

Die Kosten der Diskriminierung

Warum Racial Profiling ein Thema für Law-And-Order-PolitikerInnen sein sollte

„Die Bundesregierung stellt erneut fest, dass „racial profiling“ im Sinne der Durchführung polizeilicher Maßnahmen allein aufgrund der äußeren Erscheinung von Personen rechtswidrig ist, und (..

» mehr

Indigene Kämpfe ums Land

»Ein Griqua ohne Land ist ein nackter Griqua« – dieses Zitat von Kaptein Johannes Kraalshoek, Repräsentant des Free State Griqua Concils, bringt die politisch brisanten Landrechtsforderungen der Griqua auf den Punkt. Wer sind nun die Griqua? Das Wort bedeutet »Menschen«, und zwar im Xiri, einer Khoekhoe-Sprache. Schätzungen gehen davon aus, dass heute etwa 300.000 Griqua über mehrere Provinzen verteilt in Südafrika leben. Historisch sind sie Nachfahren verschiedener Gruppen der vorkolonialen Gesellschaft: Khoekhoe-Pastoralisten, San-Jäger und Sammlerinnen, bantu-sprachige Menschen, importierte SklavInnen der Kapkolonie sowie einige weiße Soldaten und SiedlerInnen.

» mehr

Umgang mit einem Angriffskrieg

Dem Titel sieht man die Brisanz des von Erhard Crome herausgegebenen Buches nicht an. » mehr

Wissen und Wissenschaft in Zeiten der Digitalisierung

Die mediale Digitalisierung führt zu einem gigantischen Wachstum verfügbarer Informationen aus allen Bereichen von Gesellschaft, Kultur, Politik und Wissenschaft.

» mehr

Streikmonitor: Die Arbeitskonflikte im ersten Halbjahr 2016

Das Jahr 2015 war mit vielen langen, öffentlichkeitswirksamen und intensiv geführten Arbeitskonflikten außergewöhnlich für bundesdeutsche Verhältnisse (WSI 2016a). Dieser Trend hat sich 2016 aber offenbar nicht fortgesetzt.

» mehr

Wettbewerbsideologie und Machtrealität

Die Konzentration und Zentralisation in der Wirtschaft schreitet unaufhaltsam voran. Und es hat den Eindruck, es interessiert niemanden mehr. Dabei war die Konzentrationsforschung einmal ein wesentlicher Zweig innerhalb der Wirtschaftswissenschaft und die Zusammenballung von Macht in der Wirtschaft ist kritisiert und die Politik vor ihren negativen Folgen gewarnt worden.

» mehr

Arbeitsrecht und Online-Ökonomie

Die Online-Ökonomie selbst erweckt gerne den Eindruck, dass es sich dabei um einen Raum handelt, in dem einander Selbständige auf Augenhöhe gegenübertreten und zum beiderseitigen Nutzen ihre Le

» mehr

Von politischen Befunden und alternativen Therapien

Der sinnig schwarz eingefärbte Umschlag von „Der schwarze Juni“ und der in Signalrot von „Deutschland gehört auf die Couch!“ umfassen inhaltlich Materialien gegenwärtiger Gesellschafts- und Staatskonz » mehr

Evian 1938

Vom Scheitern einer Flüchtlingskonferenz

Kein Mensch ist illegal, kein Mensch flieht freiwillig, Asyl ist ein Menschenrecht, helfen statt abschotten, Menschenrechte sind grenzenlos, Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für

» mehr

Fremd gemacht werden

Fatima El-Tayebs Buch Undeutsch ist eine kritische Auseinandersetzung mit rassistischen Machtstrukturen innerhalb der europäischen und insbesondere der deutschen Gesellschaft seit dem Mauerfall 1989. Die Historikerin veranschaulicht anhand von Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit wie der Debatte um die Kölner Silvesternacht, um das Humboldt-Forum oder um das Mahnmal für die von den Nazis ermordeten RomNija und SintEzza, wie People of Color zu ,undeutschen‘ Fremden gemacht werden. Dabei kritisiert El-Tayeb das hegemoniale Narrativ von Deutschland und Europa als weißen und christlich sozialisierten Gemeinschaften sowie die ausbleibende Konfrontation mit der kolonialen Vergangenheit. Sie demonstriert, wie MuslimInnen, Schwarze wie auch SintEzza und RomNija als Minorisierte mit langer deutscher Geschichte noch heute in stets gleichen Zyklen als ‚Fremde‘ markiert werden.

» mehr