Peter, Lothar

Lothar Peter ist Professor für Soziologie an der Universität Bremen (em.) und Vertrauensdozent der Rosa Luxemburg Stiftung.

Aktuelle Beiträge der Autorin / des Autors

Eribons „Rückkehr nach Reims“ und die Arbeiterklasse

1. Biografische Erfahrungen

Didier Eribon ist in Deutschland vor allem durch eine Biografie über Michel Foucault bekannt geworden,[1] mit dem er befreundet war. In Frankreich war er schon während der neunziger Jahre mit Veröffentlichungen über Homosexualität hervorgetreten.

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„Unterwerfung“ von Michel Houellebecq – ein gesellschaftskritischer Roman?

Die Hauptfigur, der Ich-Erzähler François, ist Literaturwissenschaftler an der Universität von Paris. Sein Forschungsinteresse konzentriert sich auf den französischen Schriftsteller Joris-Karl Huysmans (1848 – 1907), der sich während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunächst als Parteigänger des Naturalismus, dann als Interpret der„Fin de siècle“-Dekadenz [1] durch seine den bürgerlichen Lebensstil mit bitterer Kritik überziehenden Romanen einen Namen gemacht hatte, ehe er, krank und vom Leben enttäuscht, in einem Kloster Linderung seiner körperlichen und seelischen Leiden suchte.

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Weder Prophet noch Experte

Vom »totalen Intellektuellen« zum engagierten »Intellektuellen von unten«
Lothar Peter in Sozialismus (30.01.2013)

Fast ein Jahrhundert lang galten Persönlichkeiten wie Émile Zolà, Romain Rolland oder Jean-Paul Sartre als Verkörperungen des engagierten Intellektuellen, der im Namen universeller Werte und als Fürsprecher der Unterdrückten und Entrechteten in gesellschaftliche Auseinandersetzungen intervenierte und demonstrativ Partei ergriff. Mit dem Niedergang der kommunistischen Parteien Westeuropas, dem Zerfall des staatssozialistischen Blocks und dem Triumph des Neoliberalismus schien der »Tod des Intellektuellen« unwiderruflich besiegelt.

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Symbolische Gewalt – symbolische Kämpfe

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Lothar Peter in Bildpunkt (12.06.2010)
Gewalt ist in westlichen Gesellschaften längst eine alltägliche Erscheinung geworden. » mehr

Die Geburt des Neoliberalismus aus dem Geist von 1968

Notizen zu André und Raphaël Glucksmann "Mai 68 expliqué à Nicolas Sarkozy"

Man kann die Bewegung von 1968 ideologisch auf unterschiedliche Weise entsorgen.

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Von der "Proletarischen Linken" zu Sarkozy?

Intellektuelle, Medien und Präsidentschaftswahlen*

Namhafte Intellektuelle wie Sartre, Foucault oder Bourdieu griffen von einer Position geistiger Autonomie aus in die gesellschaftlichen Auseinandersetzun-gen ihrer Zeit ein.

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