Die
Arbeitskonflikte des letzten Sommers in China machten in den chinesischen und
internationalen Medien große Schlagzeilen. Als die Beschäftigten von
Zulieferfirmen für Honda, Toyota und andere multinationale Autokonzerne die
Arbeit niederlegten, ging in den Medien die Furcht vor der »wachsenden Macht
der Arbeiter in China« (The Economist) um. Zur selben Zeit brachte eine
tragische Selbstmordserie bei Foxconn – dem größten Auftragsfertiger von
Computern, iPods und anderen mobilen elektronischen Geräten – die inhumane
Natur der Niedriglohn-Massenproduktion für globale Marken wie Apple, HP oder
Nokia ans Licht. Beide Ereignisse hatten spürbar eine Wirkung auf
Gewerkschaften, Arbeitsexperten und Öffentlichkeit in China – vielleicht eine
Wasserscheide im Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Arbeitsbeziehungen im
Land.
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