Wenn Reisende auf den Bahnhöfen der Republik auf
verspätete Ersatz-ICEs warten, wenn Weichenstörungen oder Oberleitungsschäden
die Zugfahrt zum Abenteuer mit ungewissem Ausgang machen, wenn wir im
ausgedünnten S-Bahn-Verkehr in der Hauptstadt auf der Strecke bleiben – dann
ist es nicht das Wetter, das unser Recht auf Mobilität vermasselt, sondern die
Frostperiode des Neoliberalismus. Das Desaster der Bahn ist das Ergebnis einer
Politik, die die Bahn auf Börsenkurs bringt: nicht am Allgemeinwohl orientiert,
sondern als kapitalistischer Konzern aufgestellt, im Interesse potenzieller
Investoren.
» mehr