Kastner, Jens

Jens Kastner ist Soziologe und Kunsthistoriker und lehrt an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Aktuelle Beiträge der Autorin / des Autors

Punk im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (17.02.2017)

Die Anfänge des Punk in den USA waren von Leuten geprägt, die noch richtig rumgammeln und rotzig reden konnten.

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Politiken der Freund*innenschaft im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (16.11.2016)

Es sind Geschichte aus dem britischen Empire am Ende des 19. Jahrhunderts, die Leela Gandhi in der Absicht rekonstruiert, eine „nicht-kommunitaristische Gemeinschaft“ zu entwerfen.

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Fremde im Inneren im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (12.05.2016)

Wenn Achille Mbembe die alltägliche wie institutionelle Einübung des Rassismus im kolonialen Frankreich schildert, meint er nicht nur historisch und geografisch Abgeschlossenes.

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Imaginarios im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (21.01.2016)

Am Beispiel staatlicher Imageproduktion in Mexiko um 1968 zeichnet Luis M. Castañedas Studie nach, inwiefern visuelle Kultur und politökonomische Entwicklungen ineinander verwoben sind. Um sich anlässlich der Sommerolympiade als moderner Staat zu präsentieren, der gleichsam eine harmonische Gesellschaft und ein wirtschaftliches Wunder verwaltet, wurden insbesondere „design and exhibitions as tools for social control and propaganda“ eingesetzt.

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Meine erste graswurzelrevolution

Relativer Zufall, Identifizierung und Kontinuität

„Die Bajonette der napoleonischen Armee“, schrieb Antonio Gramsci, hatten ihren „Weg von einem unsichtbaren Heer von Büchern und Broschüren geebnet“ bekommen. Bedrucktes Papier matters, sollte damit gesagt sein. Es hat Auswirkungen, ohne die so mancher Kampf nicht zu gewinnen, vielleicht erst gar nicht zu führen ist.

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Demokratie im Präsens im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (15.06.2015)

Der sicherlich wiederzuentdeckende Philosoph und Psychoanalytiker Cornelius Castoriadis, Mitbegründer der Gruppe Socialisme ou barbarie, beschreibt die Demokratie in seiner wohlwollenden Auseinandersetzung mit der griechischen Polis als „tragisches System“. Es beinhalte Selbstbeschränkung und Freiheit zugleich, in der Demokratie könnten die Menschen alles tun und müssten gleichzeitig lernen, dass sie nicht alles tun dürfen.

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Staat und Konsens

Stuart Hall als Vermittler, oder: Warum AnarchistInnen die Uhr umstellen
Jens Kastner in Bildpunkt (11.01.2015)

Vielleicht war Stuart Hall eine Art Verstärker. Jemand, dessen Positionen bestimmte Dinge deutlicher werden ließen und diese damit zugleich vermittelten. In dem Gespräch, das neun Schwarze feministische Theoretikerinnen auf Media Diversified über Halls Einfluss auf ihre Arbeit führen, wird diese Vermittlung jedenfalls immer wieder betont.

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Kreativitätsroutinen im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (08.12.2014)

Kreativität als „Erfordernis jeder sozialen Gemeinschaft“ (Holm-Hadulla) ist in den Mittelpunkt sozialer und politischer Auseinandersetzungen gerückt.

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Reproduzierbarkeit als Chance

Editorial
Jens Kastner in Bildpunkt (26.06.2014)

„‚Frederick, warum arbeitest Du nicht?’ fragten sie.

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Exitstrategien im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (15.03.2014)

Alle Strategien, die von Flüchtenden angewandt werden, sehen sich in hohem Maße „Abwertungs- und Kontrollinstrumenten“ (Pieper) ausgesetzt.

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Critical Correctness im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (08.03.2013)

Gibt man bei Amazon „Political Correctness“ ein, listet sich eine Bibliografie des Grauens: Bücher von rechten Vorkämpfern wie Jörg Schönbohm oder Klaus Rainer Röhl agitieren gegen „Tugendwächter“

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Eventisierung im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (03.03.2013)

In der Soziologie werden Eventisierungen vor allem als neue „Identifizierungs- und Vergemeinschaftungsanlässe“ beschrieben, so etwa im Sammelband Urbane Events.

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Übers Geld reden im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (25.08.2012)

Es ist vielleicht eines der Bücher des Jahres, in dem immer gut lesbar und unumwunden erklärt wird, dass und warum „die wahren Ursprünge des Geldes bei Verbrechen und Vergeltung zu finden sind, bei

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dass etwas geschieht im Buch

Jens Kastner in Bildpunkt (21.03.2012)

Es sind vor allem die performativen Künste, in denen die Zeit nach der Repräsentation eingeläutet wird.

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anarchivieren im Buch

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Jens Kastner in Bildpunkt (04.11.2011)
Das Archiv ist zugleich Institution und Konzept. Als Institution bewahrt es und verschließt, es sammelt und schließt aus. Als epistemische Figur ist es mit „der Regelung und Verteilung des Wissens beschäftigt", wie Knut Ebeling und Stephan Günzel im Anschluss an Michel Foucault in der Einleitung zum Sammelband Archivologie erläutern. » mehr

Anders Handeln im Buch

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Jens Kastner in Bildpunkt (24.06.2011)

Das Prinzip der Solidarität stehe bei der Solidarischen Ökonomie „im Gegensatz zur Orientierung an Konkurrenz, zynischer Eigenverantwortung und Gewinnmaximierung in kapitalistischen Marktwirtschaften.“ (Embshoff/Giegold)

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Delegation und Erbauungswissenschaft

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Zur Kritik der zapatismusnahen Forschung zu sozialen Bewegungen
Jens Kastner in PERIPHERIE (31.05.2011)

Dieser Text handelt von der Frage nach dem angemessenen Reden über soziale Bewegungen. Es geht also weniger um die Praktiken der Bewegungen selbst, als vielmehr darum, in welcher Art und Weise, mit welchem Impetus, unter Hervorhebung welcher Strukturbedingungen einerseits und welcher Bewegungspraktiken andererseits eine theoretisch anspruchsvolle sozialwissenschaftliche Bewegungsforschung zu betreiben ist.

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smrt postnazismus im Buch

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Jens Kastner in Bildpunkt (21.02.2011)

Ein Begriff wie Postnazismus versuche die Tatsache zu fassen, „dass 1945 zwar das Morden geendet hat, aber nicht die viel beschworene ‚Stunde Null' stattfand." In der Einleitung zu dem von Stephan Grigat herausgegebenen Band ist dies einer der wenigen Sätze, gegen die nichts zu sagen wäre.

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umfunktionieren lernen im Buch

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Jens Kastner in Bildpunkt (25.09.2010)

Die Studierendenproteste vom Herbst 2009 haben Auswirkungen. Zumindest auf die Programme avancierter Kleinverlage. Bei Diaphanes gibt es gleich eine ganze Buchreihe zu Universität, Bildung und Protesten. Der Band Was passiert? versammelt Stellungnahmen von und Reflexionen zu den Ereignissen im letzten Spätherbst von Bielefeld bis Berkeley.

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Gewaltverhältnisse im Buch

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Jens Kastner in Bildpunkt (01.06.2010)
Gewalt ist ein schillernder Begriff, insofern er in alle möglichen Richtungen ausstrahlt und scharfe Konturen nicht gerade sein eigen nennen kann: Soll sie von den ausübenden AkteurInnen her beschri » mehr

„Reiche Eltern für alle!"

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Die Proteste der Studierenden
Seit November 2009 demonstrieren bundesweit zigtausende StudentInnen und SchülerInnen. In vielen Uni-Städten haben sie im Rahmen des Bildungsstreiks spontan Hörsäle besetzt. Protestiert wird u.a. gegen miserable Lernbedingungen und den sogenannten Bologna-Prozess » mehr

Dezentrale Karten im Buch

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Jens Kastner in Bildpunkt (30.11.2009)
Der postkoloniale Theoretiker Edward W. Said, Autor der viel zitierten - und nun in neuer Übersetzung auch wieder auf Deutsch erhältlichen - Studie Orientalismus, hatte sich in seinen Memoiren titelgebend Am falschen Ort positioniert. » mehr

Nicht alles tun

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Das Buch zur Ausstellung über Kunst und Ungehorsam
Mit Server und Software konnte das Künstlerduo Christoph Wachter und Mathias Jud die Zensur im Internet umgehen. » mehr

Marcos widersprechen!

Was eine Perspektive "von unten und von links", die die Zapatistas für sich beanspruchen, nicht übersehen darf
In einer Rede vom 4. Januar 2009 geht der Sprecher der Zapatistischen Befreiungsarmee (EZLN), Subcomandante Marcos, auf die aktuelle Situation in Gaza ein (1). » mehr

Aspekte der Guerilla-Form

Bildende Kunst und soziale Bewegungen um 1968
Jens Kastner in grundrisse (23.10.2008)

Die Geschichte von 1968 und der bildenden Kunst ist weder die Geschichte eines Jahres noch die eines vollkommen autonom funktionierenden gesellschaftlichen Sektors. Denn selten zuvor oder danach kam es zu dermaßen großen Überschneidungen zwischen dem künstlerischen und dem politischen Feld wie in jenen Jahren, für die 1968 als Chiffre fungiert.

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"ein bisschen hitlerhaft"

Mit Götz Aly treibt das 68er-bashing ungeahnte Blüten

Hat die Generation Karl V. den zapatistischen Aufstand in Chiapas mit verursacht?

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The great wake-up call

"1968" aus postkolonialistischer Perspektive II
Jens Kastner in Bildpunkt (23.02.2008)

Am 17. Januar 1961 wurde Patrice Lumumba ermordet. Der erste Ministerpräsident des von Belgien unabhängigen Kongo, dessen Name heute vor allem als kakaohaltiger Cocktail ins kollektive Gedächtnis

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Talking about your Generation

Warum die westdeutsche 68er-Bewegung nicht ohne die Abgrenzung zum Nationalsozialismus zu denken ist und trotzdem kein Generationenkonflikt war

"Die wirkliche Bedeutung der Revolution von 1968 besteht weniger in der Kritik der Vergangenheit als in den Fragen, die sie mit Blick auf die Zukunft aufgeworfen hat."1

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Skurrile skills und tolle tools

Wissensgesellschaft und Kunst
Jens Kastner in Bildpunkt (28.09.2007)

Für Ulrich Beck ist die Rede von der "Wissensgesellschaft" ein "Euphemismus der Ersten Moderne". Der Soziologe weiß es offenbar besser als viele seiner KollegInnen,

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Im Kampf gegen Linke

Zum Umgang mit der Vergangenheit des Soziologen Zygmunt Bauman

Zygmunt Bauman (1) sei "nicht Sozialist, sondern überzeugter Stalinist gewesen", schreibt der Historiker Bogdan Musial (2) im März 2007 in der FAZ. (3)

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Modifizierte Stärke

Soziale Bewegungen in Lateinamerika im Überblick
Jens Kastner in grundrisse (09.01.2007)

Die Barrikaden, die allnächtlich die historische Innenstadt von Oaxaca abriegeln, rufen unweigerlich Assoziationen zu vergangenen sozialen Kämpfen hervor.

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Feminismus der Straße

Die Mujeres Creando in Bolivien
Jens Kastner in grundrisse (09.01.2007)

Auch aus der Rippe von Evo, schreibt Maria Galindo von den Mujeres Creando, wird keine Eva entstehen.

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Hüpfende Peronisten

Zur Lateinamerika-Berichterstattung der Neuen Zürcher Zeitung

Das Besondere an der Lateinamerika-Berichterstattung der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) ist vor allem zweierlei:

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Wer fühlt sich durch was provoziert?

Provokation als Mittel in Kunst und sozialen Bewegungen

"Ihr künstlerisches Ziel ist die Provokation und die damit verbundene radikale Expansion der künstlerischen Mittel", heißt es in einem neuen Buch zur Video Art über die Künstlerin Valie EXPORT ..

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Fallen lassen!

Anmerkungen zur Repressionshypothese
Jens Kastner in grundrisse (01.11.2006)

Physischer Zwang ist nicht das zentrale Medium zur Durchsetzung von Herrschaft.Eine Vielzahl gegenwärtiger sozialer Kämpfe basiert auf dem, was Foucault die "Repressionshypothese" nannte.

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Revolutionseffekte

Warum weder Rick aus Casablanca noch Stiller von Max Frisch etwas über die Spanische Revolution erzählen

Aus Anlass des 70. Jahrestages

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Neoliberaler Standard

Lateinamerika im Blickpunkt

Die politischen Entwicklungen in Lateinamerika sind für uns Anlass, genauer hinzusehen. Diese Ausgabe der Graswurzelrevolution hat deshalb, neben Antimilitarismus, auch einen Schwerpunkt, der sich u.

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Was sind Bildpolitiken?

Eine kurze Einführung
Jens Kastner in Bildpunkt (01.10.2005)

Von der Finanzierung der Kriegsfilmproduktion in Hollywood durch das Pentagon über die Allgegenwart des Belvedere-Balkons im österreichischen Jubiläumsjahr, vom Illustrierten-Cover bis zum Foto neb

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Im Käfig des Gärtners

Zum Staatsbegriff in der globalisierungskritischen Bewegung

Die globalisierungskritische gilt als ausgesprochen heterogene Bewegung, die lediglich die Ablehnung des Neoliberalismus eint. Aus der Kritik am grenzenlosen Kapitalismus ...

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