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SOS Chalkidikí. Das Gold geht, die Zerstörung bleibt

Widerstand in Griechenland. Ein Interview

Seit 2012 entsteht auf der Halbinsel Chalkidikí im Nordosten Griechenlands eine Goldmine als gigantischer Tagebau.

Die Firma Hellas Gold, ein Tochterunternehmen des kanadischen Konzerns Eldorado Gold, hatte 2011 die Schürfrechte für ein Trinkgeld erworben. Der Deal zwischen Hellas Gold, dem griechischen Bau- und Medienmogul Geórgios Bó­bolas und dem ehemaligen Staatssekretär und Oberbürgermeister der Gemeinde Aristotélis, Chrístos Páchtas (Pasok), steht unter Korrup­tionsverdacht. Anwohner_innen und Initiativen wehren sich gegen die irreversible Zerstörung der Landschaft und die Gefahren für die Menschen. Sie werden mit heftiger staatlicher Repression überzogen. Auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung kommen im September 2014 die im Widerstand aktiven Marína Karas­tergíou und Giánnis Deli­gióvas nach Deutschland, um über die Umweltzerstörung, die staatliche Repression, den Widerstand und seine Perspektiven zu berichten. Ralf Dreis sprach für die Graswurzelrevolution mit Giánnis Deli­gióvas vom Kampfkomitee Me­gáli Panagía.

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Manches wird besser, aber nichts wird gut

Anmerkungen zum aktuellen Rentenpaket

Am Freitag, dem 23. Mai 2014 verabschiedete der Deutsche Bundestag das von CDU/CSU und SPD vorgelegte Rentenpaket der Großen Koalition. Die damit verbundenen Änderungen werden zum 1.

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»Wir treten an, um zu gewinnen«

Ada Colau in Luxemburg (27.08.2014)

Nachdem Ada Colau als Sprecherin der Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH, Bewegung gegen Zwangsräumungen) zu einer Gallionsfigur der Krisenproteste im spanischen Staat geworden ist, hat sie ein neues Projekt in Angriff genommen. Sie ist eine der Sprecherinnen von Guanyem Barcelona (Barcelona gewinnen), einer Bürgerplattform, die sich Ende Juni in Barcelona vorgestellt hat und eine radikaloppositionelle Kandidatur für die Bürgermeisterwahlen 2015 vorschlägt. In diesem Interview spricht sie über die Initiative und die Situation in der Stadt und erklärt, wie sich das Projekt weiter entwickeln könnte.

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Bodenreform 2.0

Plädoyer für eine sozial-ökologische Boden- und Raumordnung

Was ist ein Stück Erde wert? Weil es „guten“ und „schlechten“ Boden auch schon bei den Ackerbauer_innen und Viehzüchtenden gab, wurde Boden zu Beginn des 20. Jh.

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Mobilitätsarmut: Ghettoisierung der Überflüssigen

Die Nachwuchsforscher des Institutes der Bundesagentur für Arbeit haben soeben eine unglaubliche Entdeckung verkündet: Danach gibt es einen Zusammenhang von Niedriglöhnen und Stadtteilunterschieden

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Entgiftung der Worte

Bundespräsident Gauck gehörte zu den Repräsentanten, die in Lüttich am 4. August an der Gedenkveranstaltung aus Anlass des Beginns des Ersten Weltkrieges gesprochen haben.

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Selbstbestimmung oder Abhängigkeit?

Koalition einigt sich auf Position für nationales Verbot von GVO

Nach monatelangem Zögern hat sich die Koalition in Berlin auf eine Position in der Frage geeinigt, wie EU-Mitgliedsländer in Zukunft selbständig den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verbieten können. Ob die vorgesehene Regulierung funktioniert? Opposition und Nichtregierungsorganisationen haben ihre Zweifel.

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„Lemmingshaft“ – oder: die Stunde der Schlafwandler

Zu DDR-Zeiten gehörte zu den politischen Witzen, die gern, wenn auch vorsichtshalber hinter vorgehaltener Hand erzählt wurden, dieser:

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"Politische Anliegen in Sachthemen unterbringen"

Der gemeinsame Bundesausschuss und die Bluttest-Erprobung - Interview mit Martin Danner

Über die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eingeleitete Erprobung pränataldiagnostischer Bluttests (siehe Kasten unten) und die Rolle der PatientInnen- und Behindertenvertretung in dem Verfahren sprach der GID mit Martin Danner, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe) und Sprecher der Patientenvertretung im G-BA.

Interview mit Martin Danner

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Wege in und aus der Schuldenfalle

Beat Weber in Luxemburg (11.08.2014)

Die europäischen Eliten haben in ihrer ­Reaktion auf die Krise bislang dafür Sorge getragen, dass sich die privaten Verluste in einem überschaubaren Rahmen hielten. Die Furcht von Privatgläubigern vor größeren Zahlungsausfällen im Euroraum konnten sie mit ihrem zögerlichen Agieren, das weitgehend in nationalstaatlichen Lösungsansätzen steckenblieb, jedoch nicht gänzlich zerstreuen. Es musste erst die Europäische Zentralbank (EZB) auf den Plan treten und ihre Bereitschaft zu weitreichenden Interventionen verkünden, damit auf den europäischen Finanzmärkten eine gewisse Beruhigung einkehrte. Diesen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftspolitische Architektur Europas verdankt die EZB vor allem zwei Faktoren:

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