Die neue Bundesregierung begreift den Rechtsextremismus offenbar als
bloßes Randgruppenphänomen. Ihre Gleichsetzung desselben mit
Linksradikalismus und Islamismus bedeutet zugleich einen Paradigma- und
Strategiewechsel. Denn laut Koalitionsvertrag sollen die bestehenden
Bundesprogramme gegen den Rechtsextremismus1 mit einem
Jahresbudget von zusammen 24 Mio. Euro „unter Berücksichtigung der
Bekämpfung linksextremistischer und islamistischer Bestrebungen“ in
allgemeine Projekte gegen Extremismus umgewandelt werden. » mehr
Am 29. November 2009 waren die Schweizer Stimmbürger dazu aufgerufen, über eine Initiative abzustimmen, die den Bau von Minaretten ab sofort verbieten und das baurechtliche Detail zudem in der Verfassung (!) verankern wollte. Und was davor kaum einer für möglich gehalten hätte, trat ein: 57 Prozent der Bürger, die an der Abstimmung teilnahmen, stimmten für das Verbot (die Abstimmungsbeteiligung lag bei 53,4 Prozent aller Stimmberechtigten).
Ist die Theokratie im Iran am Ende?
Jedenfalls waren die letzten Wahlen die Zündschnur am Pulverfass: Zwar wenig
organisiert, jedoch mit Kreativität und erstaunlichem Durchhaltevermög
Es sei eine „Sternstunde der Diplomatie“ gewesen, die Lösung der deutschen Frage 1990. Als diese Ende 1989 plötzlich auf die Tagesordnung kam, handelte es sich nicht um ein über vier Jahrzehnte vergessenes Problem, sondern um den Eckstein der Nachkriegsordnung und Teilung Europas. Alle waren überzeugt, dass die Lösung dieser Frage die Zustimmung aller Beteiligten erforderte und die dafür nötige Zeit. Was aber war das richtige Maß? » mehr
Bereits auf dem Gründungskongress der
Sozialistischen Fraueninternationale (Socialist International Women –
SIW) während der internationalen Konferenz sozialistis
Auch linke Männer sind nicht frei von
bürgerlichen Vorurteilen. Selbst für manche Marxisten hat der
Feminismus einen merkwürdigen Beigeschmack von Sauertöpfigkeit und
Pflichtübung. Wer, weil er sich nicht für zuständig hält, die
Sache der Frauen beiseite legt, sieht das enorme Widerstandspotential
nicht, dass der Kampf für die Emanzipation der Frau birgt.
Den aktuellen Meldungen
über eine rasche ›Erholung‹ der Weltwirtschaft zum Trotz bleibt vielen
kritischen Beobachtern die mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers manifest
gewordene globale ökonomische Krise des Kapitalismus eine „große Krise". » mehr
„Die
Geschichte, die man uns lehrte, die Geschichte, zu der man uns anhielt, war in
Wirklichkeit nur eine Vergottung der Gegenwart mit Hilfe der Vergangenheit.“
(Lucien Febvre)
Am 19. Juni 1999 kamen die BildungsministerInnen aus 29 europäischen Staaten im italienischen Bologna zusammen, um über die Angleichung der Hochschulabschlüsse und Studienstrukturen ihrer Länder zu beraten. Ziel war es, die Mobilität europäischer Studierender durch Einführung international vergleichbarer Examina zu erhöhen, das Studium mehr als bisher auf die Notwendigkeiten der Berufspraxis auszurichten und strukturierende Maßnahmen durchzusetzen, die die Qualität des Studiums verbessern und die durchschnittliche Studiendauer verringern sollten. » mehr
„Wir müssen viel machtbewusster werden!" bellte der DGB-Vorsitzende von NRW, Guntram Schneider, aggressiv ins Mikro. Fast die Hälfte der Delegierten auf dem NRW-Landesparteitag der Linken in Hamm klatschte am 7. November 2009 dem Gastredner Beifall.
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Die Jubelfeiern zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes
laufen auf vollen Touren. Durchgängiger Tenor: Schaut her, eine deutsche
Erfolgsgeschichte. Besonders ausgeprägt war diese Tendenz in der Debatte des
Deutschen Bundestages am 14. Mai 2009. Das Preisen der deutschen „Wiedervereinigung“
durch eine „friedliche Revolution“, der Erfolge bei der Gleichberechtigung der
Frau, der Institution des Bundesverfassungsgerichtes etc. wollte kein Ende
nehmen.
Musik ist für die extreme Rechte ein Motor, durch den sie sich modernisiert und gegenüber neuen Einflüssen öffnet. Auch die RechtsRock-Szene verändert sich analog zu neuen musikalischen Trends. Zur Modernisierung der RechtsRock-Szene hat in den letzten Jahren vor allem die Adaption des Hardcore (HC) beigetragen. Wenn auf Aufmärschen der extremen Rechten heute Basecaps, Kapuzenpullis – gelegentlich mit Flammenmotiven –, Spitzbärte und Piercings getragen werden, so ist das letztlich auf diese Entwicklung zurückzuführen.
Umwelt- und
Finanzkrise sind das neue negative Allgemeine, an dem sich die
Handlungsfähigkeit der Politik entscheidet. „Wir tun alles für einen
Kopenhagen-Erfolg", versprach kürzlich der amerikanische Präsident vor der
UN-Vollversammlung (FAZ, 22.9.2009). Komme es im Dezember zu keinem neuen
Klimaabkommen, sei das „moralisch unverzeihlich, » mehr
Obwohl
Kohlenstoffmärkte mit einem derzeitigen Volumen von über 100 Mrd US-Dollar bei
weitem noch nicht den Nominalwert der globalen Finanzderivatemärkte - über 680
Bio US-Dollar in 2008[1] - erreichen, könnte ihr „Volumen
innerhalb eines Jahrzehnts mit dem der Kreditderivate vergleichbar" sein
(Kanter 2007).
Vielleicht gibt es etwas im Wesen von Karten, das ihre Schöpfer dazu
treibt, Lücken mit Mutmaßungen und Konjekturen zu füllen. (Johannes Fabian) » mehr
In der Geschichte der Arbeiterbewegung ist einiges schief gegangen. Und einiges davon beruhte auf unter den Agierenden verbreiteten Irrtümern. Auch wer glaubt, emanzipatorische Bewegungen im 21. Jahrhundert könnten sich von der Arbeiterbewegung verabschieden, wird diese Irrtümer nicht vergessen können.
Seit 18 Jahren ist es da und mit dem Grünen Punkt auf fast allen Verpackungen stets präsent: Das Duale System Deutschland (DSD), das im Zuge der Verpackungsverordnung Anfang der 1990er Jahre eing » mehr
„Zwitschermaschine“, „Müllstation“, „Größenwahn“, „Paranoia“, „Die letzten Recken“, „Wutanfall“, „Planlos“, „Schleim-Keim“… man kann sich bildlich vorstell