KlassenKampfKunst

Kevin Lin* zu Arbeitskämpfen bei Walmart in China
Kevin Lin in express (24.08.2016)

Walmart war das erste ausländische Unternehmen, in dem es Beschäftigten gelang, eigene KandidatInnen und damit eine unabhängige betriebliche Gewerkschaftsvertretung durchzusetzen – ein

» mehr

Grenzenlos beschämend

Homophobie treibt LGBT-Personen in die Flucht

In 73 Ländern weltweit ist Homosexualität unter Strafe gestellt. Demgegenüber gewähren nur 42 Länder Asyl, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt, dass eine Person aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihres sozialen Geschlechtes verfolgt wird. Bis heute ist Homophobie nur selten ein anerkannter Fluchtgrund – obwohl die Gewalt gegen LGBT-Personen (Lesbian, Gay, Bi, Transsexual) zunimmt.

» mehr

Warum sie fliehen mussten

Editorial zum Dossier der iz3w 356 (Sept./Okt. 2016)

»Flucht geht uns alle an. Sie ist ein Spiegel der Welt, in der wir leben. Wir sind im Jahr 2016, in einer hoch technologisierten Ära der menschlichen Zivilisation. Aber mehr als 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Was für eine Art von Entwicklung haben wir erreicht?« Mit diesen Worten verdeutlicht der aus Sri Lanka geflohene Aktivist Krishan Rajapakshe, warum es auch im sicheren Deutschland vonnöten ist, sich mit Fluchtursachen zu befassen.

» mehr

Selbstorganisation in Griechenland

Die „Robin Hoods des Holzes“ starten durch

Zum „Wochenende der Information, Solidarität und ökonomischen Unterstützung“ hatten Kollektivbetriebe, anarchistische Zentren und die besetzte selbstverwaltete Fabrik Vio.Me vom 22. bis 24. April 2016 in verschiedenen griechischen Städten geladen. Unterstützt wurde der Kampf der Arbeiter des Holz- und Sägewerks Papadópoulos - Pagoúras in Patrída im Landkreis Imathía. Seit Februar 2016 halten die Arbeiter das Werk in der Nähe der Stadt Véria in Nordgriechenland besetzt und bereiten die Wiederaufnahme der Produktion in Selbstverwaltung vor.

» mehr

Katastrophen und kernige Kerle

Hefteditorial iz3w 356 (Sept./Okt. 2016)

Terroranschläge, Kriege und Krisen: Im Jahr 2016 treten sie in beängstigender Weise gehäuft auf. Sie hinterlassen ein immer stärker werdendes Gefühl der Bedrohung und der Unsicherheit. Es gesellt sich zum Unbehagen, das viele Menschen ohnehin gegenüber der kapitalistischen (Post-)Moderne und ihren Umbrüchen empfinden. Zwar sind die Auswirkungen der Krisen von Land zu Land und von Kontinent zu Kontinent unterschiedlich gravierend. Aber es gibt weltweit eine ähnliche Reaktion darauf: Der immer lauter werdende Ruf nach dem starken Mann.

» mehr

Ein Sultan – zwei Putsche

Peter Petras in Das Blättchen (15.08.2016)

Für das Verständnis der gegenwärtigen Situation in der Tür

» mehr

Das Wagnis der freien Meinungsäußerung in der türkischen Hochschullandschaft

Cavidan Soykan in PERIPHERIE (12.08.2016)

Gegen die Akademiker*innen für den Frieden in der Türkei wurde nach dem 10.1.2016 eine Hexenjagd eingeleitet; dabei wurden Hunderte Opfer von Disziplinarverfahren. Die Hexenjagd begann, nachdem die Akademiker*innen für den Frieden eine Petition veröffentlicht hatten. Diese Petition kritisierte das brutale Vorgehen des türkischen Staates gegen die kurdische Bevölkerung, welches auf die Verhängung eines monatelangen Ausnahmezustandes folgte und zu außerrechtlichen Tötungen im Südosten des Landes führte (CAT 2016: 3f).

» mehr

Die Wanderratten

Ein Gedicht für gestern und heute
Hermann Engster in Streifzüge (02.08.2016)

Heinrich Heine, Die Wanderratten

Es gibt zwei Sorten Ratten:
Die hungrigen und satten.
Die satten bleiben vergnügt zu Haus,
Die hungrigen aber wandern aus.

» mehr

Gewaltfrei im Bürgerkrieg

Die anarchistische Ärztin Amparo Poch y Gascón (1902-1968), die Spanische Liga der Kriegsgegner und die Soziale Revolution in Spanien

Eine große und eindrucksvolle Kundgebung hätte es werden sollen, zu der die anarchosyndikalistische Massengewerkschaft Confederación Nacional del Trabajo (CNT) [‚Nationale Konföderation der Arbeit‘] für den 18. Juli 1936 in Barcelona aufgerufen hatte. Ein mächtiger Protest der spanischen Bevölkerung und der ‚Völker der Welt‘, die in der katalanischen Hauptstadt zur ‚Gegen-Olympiade‘ gegen die im nationalsozialistischen Deutschland abgehaltenen Olympischen Sommerspiele zusammengekommen waren. Eine Demonstration gegen die immer größer werdende Kriegsgefahr in Europa.

» mehr

Abgründige Differenzen

Gewerkschaften, ArbeiterInnen und der Brexit – von Kim Moody und Sheila Cohen*

Am 23. Juni stimmten die Briten mit ca. 52 zu 48 Prozent dafür, die Europäische Union zu verlassen.

» mehr

Wo geholfen wird, da fallen Späne

„... unsere ‚Wohltäter‘ sind mehr als unsere Feinde die Verkleinerer unseres Wertes und Willens. Bei den meisten Wohltaten, die Unglücklichen erwiesen werden, liegt etwas Empörendes in der intellektuellen Leichtfertigkeit, mit der da der Mitleidige Schicksal spielt.“ (Friedrich Nietzsche)
Die Zeiten, da das Helfen noch geholfen hat, sind unwiderruflich vorbei. Aber damit nicht genug: Hilfe kann heutzutage fast nur noch angedroht werden; und wem sie angedroht wird, der muss auf der Hut sein.

» mehr

Postsozialistische Romantik

„Im Verhältnis zur Vergangenheit ist die Zukunft Gegenwart. Im Verhältnis zur Zukunft ist die Gegenwart Vergangenheit.“ (Valentin Katajew)[1]


„Zukunftsvorstellungen strukturieren den Erwartungshorizont einer Gesellschaft“ (Hölscher 1999: 236). Sie sind deshalb unverzichtbar, sowohl für die Gesellschaft als Ganzes als auch für jede politische und soziale Bewegung. Utopien bilden eine spezifische Variante davon: Angesiedelt zwischen Fiktion und Realität tragen sie zur Horizontbildung bei und damit gleichsam zur Zukunftsfindung und Zukunftsgestaltung.

» mehr