Strom mit Gewalt: Ist Fracking in Deutschland sinnvoll?

Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung am 18.01.2015 in Frankfurt am Main mit Andy Gheorghiu, Campaigner, Consultant, Researcher für Umweltschutz

Unter Fracking versteht man das hydraulische Aufbrechen von Gesteinsschichten mithilfe von Druck und Chemikalien. Dabei werden Energieträger wie Schiefergas und Erdöl sowie Methangas gewonnen.

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NSU: Quellenschutz statt Strafverfolgung

Nach mehr als einhundert Prozesstagen in München sowie nach Untersuchungsausschüssen im Bund und in drei Ländern kommt die Rechtsextremismusexpertin Heike Kleffner zu einem ernüchternden Befund: Um die höchst fragwürdige Rolle des Bundesamtes für Verfassungsschutz im NSU-Komplex auszuleuchten, bedarf es eines zweiten Bundestagsuntersuchungsausschusses.

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Feigenblatt Mietpreisbremse

Nach Jahren der Ignoranz steht das Thema der Wohnungsversorgung wieder prominent auf der politischen Agenda – nicht zuletzt wegen der zahlreichen Proteste gegen steigende Mieten, Zwangsräumungen und Verdrängung.

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Gewinnt die Rechte die Initiative?

Dass sie manipulativ, gar ideologisch, sogar demagogisch erscheint, gehört zur Natur der politischen Sprache, weil sie politische Zwecke verfolgt. Gegenwärtig ist jedoch selbst mit diesem Wissen kaum ein sinnvoller Diskurs zur res publica möglich, da entscheidende Begriffe, um die es gerade vordringlich geht, durch den tendenziösen Gebrauch des Establishments nicht nur abgenutzt sind, sondern mittlerweile in ihrer Semantik völlig unklar erscheinen.

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Hegemony in the Making. Deutschland auf dem Weg zum politischen Riesen

Rainer Rilling in Luxemburg (20.01.2015)

Deutschland ist wirtschaftlich ein Riese, politisch aber ein Zwerg. Diese These hat seit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im konservativen Lager seinen festen Ort und ist gleichsam die Basisannahme eines Jahrhunderts deutscher Außen- und Sicherheitspolitik. Sie kennt in der Tradition der sogenannten realistischen Schule der internationalen Politik letztlich nur ein Problem: Wie eigentlich bekommt in der aktuellen Staatenwelt mein Staat mehr Sicherheit und Macht? Wie kann er sich im Kampf um Selbstbehauptung in der anarchisch-ungastlichen internationalen politischen Ordnung und der kapitalistischen Konkurrenz durchsetzen, also Hegemonie oder ein Primat erreichen, bewahren und ausbauen?

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Montags in Marzahn

Schon im Juli 2013 wurde deutlich, dass der Berliner Senat und das für die Unterbringung von Geflüchteten zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) die adäquate und menschenwürdige Unterbringung über mehrere Jahre stark vernachlässigt haben. Mit der daraufhin einsetzenden „Feuerwehrpolitik“, dem plötzlich verstärkten Aus- beziehungsweise Umbau von „Heimen und Containerdörfen“, konnten organisierte Neonazis ein in mehreren Berliner Stadtteilen anschlussfähiges Themenfeld besetzen.

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Klimaanpassung als Diskurs

Ungleiche Perspektiven zur Hochwasserproblematik in Jakarta, Indonesien
Michael Spies in PERIPHERIE (15.01.2015)

Das Thema Anpassung hat in der wissenschaftlichen und politischen Debatte um den Klimawandel enorm an Bedeutung gewonnen. So hat sich die Anzahl der Artikel in hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschriften allein zwischen 2008 und 2011 mehr als verdoppelt (Bassett & Fogelman 2013). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit vergab währenddessen im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) zwischen 2008 (Beginn des Programmes) und August 2013 etwa 137 Mio. € an insgesamt 63 Klimaanpassungsprojekte, überwiegend in Ländern des Südens (IKI 2014).

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Religiöses „worlding“ in der Stadt: Globaler Pentekostalismus in Rio de Janeiro

„Willst Du das Leben verändern? Dann geh in die Kirche! Es gibt keine Alternative.“ (Pastor Isaac)[1]

Isaac hatte in den 1990er Jahren als stadtbekannter DJ die Funkparties beschallt, die für junge Bewohner_innen von Rios Favelas die wichtigste Vergnügung darstellen. Im Höhenflug seiner Erfolge, so erzählt er, sei er den Drogen verfallen und schließlich am Ende seiner Karriere und verlassen von seiner Familie in der Gosse gelandet. Erst als er „Jesus akzeptiert“ habe, habe sich sein Leben radikal gewandelt.

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Zwischen Faschismus und 20 Cent

Den Futurismus steckt heute jeder in die Tasche. Auf der italienischen 20-cent-Münze ist die berühmteste futuristische Plastik abgebildet: Umberto Boccionis „Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum“. Die „Zukunftskunst“, die sich 1909 mit ihrem ersten „Manifest“ konstituierte, war die künstlerische Avantgarde schlechthin – und gleichzeitig in Teilen eine Wegbereiterin des Faschismus.

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Charakteristiken und Dynamik des zionistischen Siedlerkolonialismus in Palästina

Petra Wild in inamo (12.01.2015)

Die Betrachtung des Zionismus als koloniales Phänomen ist fast ebenso alt wie der Zionismus selbst. Die ägyptische Kommunistische Partei legte bereits 1922 eine entsprechende Analyse vor, und in den 1970er Jahren präzisierten arabische Wissenschaftler die Analyse dahingehend, dass sie den Zionismus als Siedlerkolonialismus bezeichneten.

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Staat und Konsens

Stuart Hall als Vermittler, oder: Warum AnarchistInnen die Uhr umstellen
Jens Kastner in Bildpunkt (11.01.2015)

Vielleicht war Stuart Hall eine Art Verstärker. Jemand, dessen Positionen bestimmte Dinge deutlicher werden ließen und diese damit zugleich vermittelten. In dem Gespräch, das neun Schwarze feministische Theoretikerinnen auf Media Diversified über Halls Einfluss auf ihre Arbeit führen, wird diese Vermittlung jedenfalls immer wieder betont.

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Feminismus als Herausforderung für die Cultural Studies

Carol A. Stabile in Bildpunkt (11.01.2015)

Es würde den komplexen und umkämpften Realitäten nicht gerecht werden, würde man behaupten, das Verhältnis zwischen Feminismus und Cultural Studies sei immer einfach gewesen.

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