Monatliches Archiv

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Im Futur gedacht

Der Film »Rafiki« mischt die kenianische Gesellschaft auf
Zwischen 2014 und 2018 verzeichnete die Nationale Kommission für die Rechte von Schwulen und Lesben in Kenia über tausend Fälle von Gewalt gegen LGBTQI-Personen. Bis zu 95 Prozent aller KenianerInnen lehnen homosexuelle Beziehungen strikt ab und Erweckungskirchen schüren Homophobie. Betroffenen drohen hohe Gefängnisstrafen.
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Feministin und freiheitliche Sozialistin

Warum Clara Wichmanns Aufsätze auch heute noch äußerst aktuell sind

Die Geschichte der politischen Ideen von Frauen am Anfang des 20. Jahrhunderts wird oft so dargestellt, als hätten sich damals Frauenrechtlerinnen und Sozialistinnen gegenüber gestanden, wobei die einen sich nur für die Gleichstellung innerhalb bürgerlicher Verhältnisse engagiert hätten und die anderen Frauenrechte dem Klassenkampf unterordneten.

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Say it loud

Rap als Medium von Verschwörungstheorien
Verschwörungstheorien machen auch vor der Rap-Szene nicht halt: Beyoncé sei ein Reptilienmensch, ihr Ehemann Jay-Z Angehöriger der Illuminaten und diese hätten wiederum 2Pac auf dem Gewissen. Hierzulande leugnet Fler das Erdenrund, Prinz Pi rappt über Weltverschwörungen, Haftbefehl über Chemtrails – und dann gibt es noch Kollegah und Xavier Naidoo. Wieso ist gerade Rap so anfällig für Verschwörungstheorien?
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„Nazi-BAföG“ für die AfD?

Ein „Prüffall“, Selfies und hetzende Rechtsnationalisten

Zu den vielleicht am meisten gelesenen Graswurzelrevolution-Artikeln, die seit dem Einzug von 91 AfD-Politiker*innen in den Bundestag erschienen sind, gehören die Beiträge von Andreas Kemper. Auch durch vielfache Spiegelung in „sozialen Medien“ erreichten seine Texte, wie z.B. „Björn Höcke und sein völkisches Umfeld. Zur faschistischen Agenda der AfD“ aus der GWR 423 vom November 2017 (1) und „Björn Höckes faschistischer Fluss. Der völkische Machiavellismus des AfD-Politikers“ aus der GWR 431 vom September 2018 (2), erfreulich viele Leser*innen.

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Ein Freifahrtschein für den Großen Bruder

Die Auswirkungen des neuen Polizeigesetzes in Nordrhein-Westfalen

Am 12. Dezember 2018 hat der Landtag von Nordrhein-Westfalen ein heftig umstrittenes neues Polizeigesetz verabschiedet. Nach Bayern hatte es in NRW die heftigsten Proteste gegen die umfassende Ausweitung polizeilicher Befugnisse gegeben (vgl. GWR 435). Auch wenn leichte Entschärfungen errungen wurden, können diese nur als Pyrrhussieg gelten.

 

Freifahrtschein für Polizeiwillkür

 

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Verschwörungstheorien

Themenschwerpunkteditorial iz3w 371 (März/April 2019)
Einige wenige Eingeweihte haben es schon verstanden: Das Böse ist immer und überall. Aber wer zieht die Strippen? Verschwörungstheorien sind weltweit verbreitet. Sie bieten einfache Erklärungsmodelle für komplexe Sachverhalte und ermöglichen eine klare Trennung zwischen Gut und Böse. Gegen den Irrsinn der Verschwörungstheorien hilft nur Aufklärung. Man kommt nicht umhin, sich über sie zu informieren und dagegen zu argumentieren. Daher befassen wir uns im Themenschwerpunkt mit dem neuen alten Hype um esoterisch, antiimperialistisch oder antisemitisch grundierte Verschwörungsfantasien. Wir kritisieren die Hetze gegen den „Erzglobalisten“ George Soros, die Stigmatisierung durch Hexereivorwürfe und vieles anderes mehr.
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Die Gebetsmühle der Investoren(lobby)

Ein Gespenst geht um in Berlin, und es heißt nicht Kommunismus. Es heißt vielmehr „Deutsche Wohnen“ – ein Schreckensname für zahllose Mieter, deren Haus bereits an den Immobilienriesen verkauft wurde oder denen der Verkauf droht. Denn die „Deutsche Wohnen“ ist längst dafür bekannt, eine Schneise der Verwüstung zu hinterlassen – wie das Heuschrecken eben so machen. Zahlreiche Mieter könnten ganze Bücher füllen mit Erfahrungsberichten über kaputte Heizungen, mangelnde Instandsetzungsmaßnahmen, überhöhte und unkorrekte Betriebskostenabrechnungen, Mieterhöhungen bis zum Anschlag.

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Gute Nachrichten

Hefteditorial iz3w 371 (März/April 2019)
Neulich, in einer kleinen Runde politisch Interessierter, kommt das Gespräch auf den Schülerstreik gegen Klimawandel und miese Klimapolitik. »Irgendwie finde ich das traurig, wenn schon die Kinder Weltuntergangszenarien beschwören«, sagt eine. Ein anderer widerspricht: »Wir waren doch in den 1980er Jahren noch viel stärker No Future-mäßig drauf: Atomraketen, Waldsterben, Big Brother is watching you, Aids …« Die Runde ist sich zumindest in einem einig: Düstere Szenarien und Kulturpessimismus sind der Linken fest eingeschrieben, gleich ob jung oder alt.
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