Radikal und unterschätzt

Mit Ernährungssouveränität gegen den globalen Agrarkapitalismus
Es erscheint auf den ersten Blick paradox, dass zum Ende des 20. Jahrhunderts, also jener Zeit, die Hobsbawm als Phase des weltweiten Untergangs der bäuerlichen Landwirtschaft beschrieben hat, in internationalen Debatten ein Konzept auftaucht, das aufs Engste mit dieser verknüpft ist: das Konzept der Ernährungssouveränität.
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Türkei: Kein Tourismus in die Türkei!

Plädoyer für Wirtschaftssanktionen von unten

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu gab sich optimistisch. »Ich sehe einen gewaltigen Anstieg«, sagte er Anfang März bei seinem Besuch der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin über die deutschen TürkeiurlauberInnen. Rekordzahlen wie die 5,6 Millionen von 2015 könnten bis Ende dieses Jahres wieder erreicht werden, stellte er bei der weltweit bedeutendsten Reisemesse in Aussicht.

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DNA-Analyse zur Gefahrenabwehr

Gegen das geplante bayerische Polizeirecht

In Bayern soll bereits im Mai ein Gesetz zur Neuordnung des Polizeirechts beschlossen werden, das erstmalig in Deutschland die Bestimmung von äußeren Merkmalen und einer angeb­­lichen „biogeografischer Herkunft“ per DNA-Analyse erlauben würde. Kritiker_innen warnen vor fehlgeleiteten Ermittlungen und Diskrimi­nierung von Minderheiten.

www.gen-ethisches-netzwerk.de/publikationen/gid/245

 

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Organisieren oder Mobilisieren?

Politisches, soziales und kulturelles Engagement ist immer Organisationsarbeit. Je nach Zielstellung sind es Menschen oder Prozesse, die dabei zu organisieren sind. Es gibt durchaus Organisierungsarbeit, die eine Einzelperson leisten kann – aber selbst dann ist Organisierung ein sozialer Prozess, der die Interaktion mit anderen Menschen voraussetzt – und die Interaktion ist immer auch Teil des Ziels.

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Kunst, Forschung, Politik im Buch

in (16.05.2018)

Bei allen unterschiedlichen Herangehensweisen an Grundlagen und Praxis dessen, was Kunst und Forschung verbindet, gibt es laut der Kunstwissenschaftlerin Rahel Mader „das Postulat für eine der künstlerischen Forschung eigenständige Perspektive“. Wie vielfältig diese Perspektive dennoch ausfallen kann, zeigt allein das Handbuch, aus dem das Zitat stammt.

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Autoritärer Populismus als neoliberale Krisenbewältigungsstrategie

in (30.04.2018)

In vielen Staaten werden ein Aufschwung von Nationalismus, Autoritarismus und Rassismus und eine Gefährdung des Rechtsstaats und der Demokratie beobachtet. Maßgeblich werden diese teilweise weitreichenden Vorgänge von einem rechten und autoritären Populismus und seinen Vertretern betrieben und repräsentiert. Der autoritäre Populismus bestimmt vielfach die politische Agenda und propagiert national-konservative, ethnozentrisch-rassistische und autoritär-etatistische politische Ziele.

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Arbeitsrechte - ein permanenter Kampf

Editorial zum Themenschwerpunkt in iz3w 366

Im Kapitalismus prägt die Lohnarbeit das Leben. Damit ist sie ein wesentliches Terrain für die Verbesserung der menschlichen Existenz. Solange die Lohnarbeit die Welt regiert, müssen Arbeitsrechte jeder und jedem zugänglich sein, so wie andere Menschenrechte auch. Jeder Mensch sollte von seiner Arbeit wenigstens leben können. Es braucht also Lohnuntergrenzen und soziale Absicherung – auch wenn diese de facto nur das Recht auf geregelte Ausbeutung und Entfremdung darstellen.

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Krieg in Syrien

Emanzipatorische Perspektiven in einem zerstörten Land?

Innenpolitisch steht US-Präsident Donald Trump auch aufgrund der Veröffentlichung des Enthüllungsbuches „Größer als das Amt“ von Ex-FBI-Chef James Comey unter Druck. Was liegt da aus seiner Sicht näher als auf dicke Hose zu machen und zur Ablenkung einen Angriff mit 100 „schönen Raketen“ (so Trump auf Twitter) auf vermeintliche Chemiewaffeneinrichtungen in Syrien zu befehlen. Dabei ist vielen klar, dass es dem Menschenfeind Trump nicht um die Menschen in Syrien geht, die unter Diktatur und Bürgerkrieg leiden.

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